Ärzte Zeitung, 25.01.2011

Elektrobranche setzt auf altersgerechte Technik

BERLIN (hom). Vertreter der Elektroindustrie haben die wachsende Bedeutung altersgerechter Assistenzsysteme (AAL) betont.

"AAL und Smart Home sind ein innovatives Feld, in dem Deutschland eine wichtige Rolle spielt und dass ein großes wirtschaftliches Potenzial hat", sagte der Chef des Verbandes der Elektrotechnik (VDE), Heinz Zimmer, in Berlin. Nötig sei jetzt eine "breite Marktdurchdringung" der neuen Technologie.

AAL ist der Oberbegriff für eine mittlerweile große Zahl von technischen Assistenzsystemen, die es älteren, chronisch kranken Menschen ermöglichen soll, trotz gesundheitlicher Einschränkungen weiter in den eigenen vier Wänden leben zu können.

Befürworter von AAL betonen, dank dieser neuen Technik lasse sich die eigene Wohnung - neben dem Krankenhaus und dem geheim - zu einem "dritten Gesundheitsstandort" ausbauen.

VDE-Chef Zimmer sagte, bei AAL handele es sich zwar nicht um ein "Wundermittel". Die Technologie könne aber gelichwohl dazu beitragen, "die Last der Jahre leichter zu machen".

Die Krankenkassen stehen AAL bislang grundsätzlich positiv gegenüber. Eine Finanzierung als Regelleistung sprenge jedoch den Finanzrahmen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

[26.01.2011, 06:55:25]
Dr. Jürgen Schmidt 
Ärzte müssen sich auch hier dem elektronischen Fortschritt stellen
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Hier bremst die Ärzteschaft bislang in Verkennung der prioritären Aspekte, sowie unter Hinweis auf einen stringenten Datenschutz, der dem selbstbestimmten Menschen durchaus angemessen, für den Hilfebedürftigen jedoch im Zweifelsfalle nachrangig ist.
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