Ärzte Zeitung, 06.03.2011

Chefs der BKK Securvita werden nicht geschasst

HAMBURG (cben). "Der Verwaltungsrat der Securvita hat auf seiner heutigen Sitzung beschlossen, der Beratung des Bundesversicherungsamtes (BVA) zur Amtsenthebung des Verwaltungsratsvorsitzenden Thomas Martens und des Vorstandes Dr. Ellis Huber nicht zu folgen." Das teilte die BKK am Freitag nach einer Sitzung des Verwaltungsrates mit.

Das BVA hatte Anzeige erstattet und von der Kasse gefordert, Martens und Huber und weitere Vorstände ihrer Ämter zu entheben. Der Vorwurf: Untreue.

So habe Martens in seiner zweiten Funktion als Gesellschafter der Securvita Konzept GmbH vom Neubau des Securvita-Hauptsitzes durch eine langfristige, teure Vermietung der Immobilie an die Kasse profitiert. Zudem habe die BKK unrechtmäßigerweise vom Land Wirtschaftsförderung für den Neubau erhalten.

Derzeit ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Martens und Huber. "Das Landeskriminalamt prüft in unserem Auftrag, ob Verfolgungsvoraussetzungen bestehen", sagte Oberstaatsanwalt Wilhelm Möllers zur "Ärzte Zeitung".

Auch die Frage, ob eine Teilverjährung vorliege, sei Teil der Prüfung. Die infrage stehenden Vorgänge liegen vier bis sieben Jahre zurück. Bis Ende März werde das LKA Ergebnisse vorlegen, so Möllers.

"Das BVA ist über die Vorgänge informiert gewesen", verteidigte Securvita-Sprecher Peter Kuchenbuch das Vorgehen der Kasse. Bei einer Prüfung durch das BVA 2007 habe es keine Beanstandungen gegeben.

Topics
Schlagworte
Krankenkassen (16124)
Recht (11717)
Organisationen
BKK (2072)
BVA (430)
Personen
Ellis Huber (31)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »