Ärzte Zeitung, 07.03.2011

Fast jeder vierte Thüringer Hausarzt im AOK-Vertrag

ERFURT (rbü). Der neue Hausärzte-Vertrag der AOK plus in Thüringen erfreut sich eines großen Zulaufs. Seit Januar haben sich nach Angaben der Kasse über 350 Ärzte und 14.000 Versicherte eingeschrieben.

Bis Jahresende soll das Angebot Flächendeckung erreicht haben. Diese liegt vor, wenn 40 Prozent der Thüringer Hausärzte teilnehmen. Schon jetzt beträgt die Teilnahmequote 23 Prozent. Der Thüringer Hausärzteverband äußerte sich über die Beteiligung sehr zufrieden.

"Die Ärzte merken, dass sie für eine hochwertige Betreuung der Chroniker ein hohes add-on-Honorar erwirtschaften können", so eine Verbandssprecherin. Dieses liege bei zirka 15 Euro. Der Hausärzteverband verzeichne sogar einen leichten Mitgliederzuwachs.

Laut Vertrag bieten alle teilnehmenden Hausärzte die Betreuung in mindestens zwei Chronikerprogrammen an. Erfreulich sei insbesondere der geringe bürokratische Aufwand, da die Abrechnungsziffern im Vertrag bereits durch die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen (KVT) eingepflegt werden.

Fragen gebe es noch häufig zur verpflichtend einzusetzenden Software. Dabei handele es sich jedoch lediglich um ein Ampelsystem zur Arzneimittelsteuerung, beruhigt der Verband. Der Vertrag läuft bis Ende 2012 und soll im Fall einer positiven Evaluierung fortgeführt werden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »