Ärzte Zeitung online, 25.03.2011

BVA: DAK muss Finanzlage verbessern

BONN/HAMBURG (dpa). Infolge anhaltenden Mitgliederschwunds gerät die drittgrößte deutsche Krankenkasse DAK weiter unter Druck.

Die obersten Aufseher vom Bundesversicherungsamt (BVA) dringen auf Einschnitte bei den Beschäftigten der Kasse mit Unternehmenssitz in Hamburg, Einsparungen bei den Leistungen oder auch eine Erhöhung des Zusatzbeitrags von derzeit acht Euro im Monat, wie ein BVA-Sprecher am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa sagte.

Er bestätigte damit einen Bericht der "Financial Times Deutschland" vom Freitag. "Wenn die Mitgliederzahlen herunter gehen, dann müssen auch Maßnahmen ergriffen werden", sagte der Sprecher. Eine Insolvenz oder Schließung der Kasse stehe aber nicht in Rede.

Der Mitgliederverlust der DAK, die als eine der ersten Kassen Zusatzbeiträge erhebt, ging weiter. In den ersten zwei Monaten des Jahres hat die Kasse rund 34.000 Mitglieder durch Austritt oder Tod eingebüßt.

Einen entsprechenden Bericht des "Dienstes für Gesellschaftspolitik" bestätigte die Kasse. Am 1. März hätten die DAK-Statistiken knapp unter 4,5 Millionen Mitglieder gezählt.

Sprecher Jörg Bodanowitz führte die Verluste zum Jahresbeginn darauf zurück, dass die DAK Inkassoverfahren gegen säumige Zahler eingeleitet habe. Für den weiteren Jahresverlauf erwarte man, dass sich die Lage stabilisiert.

Bodanowitz sagte weiter: "Es gibt keinen Anlass, den Zusatzbeitrag zu erhöhen." Die Kasse erwarte im laufenden Jahr ein Plus von 194 Millionen Euro. Man habe bereits 650 Stellen abgebaut und die Verwaltungskosten um 2,2 Prozent gesenkt.

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