Ärzte Zeitung, 20.04.2011

Spezielles Angebot für verordnende Ärzte im Norden

KIEL (di). Die Honorarvereinbarung für die Ärzte in Schleswig-Holstein ist unter Dach und Fach: Im laufenden Jahr steht ein Gesamthonorar von rund 1,1 Milliarden Euro zur Verfügung. Dies sind 44 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.

Damit wurde die vom Bewertungsausschuss auf Bundesebene vorgegebene Steigerungsrate für das ärztliche Honorar im Norden umgesetzt. Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigung halten das Gesamthonorar für eine geeignete Basis, damit sich die Patienten "weiterhin auf eine medizinische Versorgung durch alle Arzt- und Fachgruppen verlassen können", wie die Selbstverwaltung nach der Einigung mitteilte.

Zugleich einigten sich Krankenkassen und KV darauf, in Kürze ein spezielles Beratungsangebot für verordnende Ärzte zu entwickeln. Hintergrund ist das Volumen von 1,2 Milliarden Euro der von Ärzten in Schleswig-Holstein verordneten Arznei- und Heilmittel.

Ziel des Beratungsangebots sollen praxisorientierte Hinweise sein, wie Ärzte ihr Verordnungsverhalten effizient steuern können. Außerdem einigte man sich darauf, den Strukturfonds für die Sicherstellung der ambulanten Versorgung im ländlichen Raum in Höhe von zwei Millionen Euro jeweils zur Hälfte durch Krankenkassen und KV zu finanzieren.

Wie berichtet, soll die Strukturreform Abstaffelungen für Versorgerpraxen auf dem Land ausgleichen und damit die Niederlassung attraktiver machen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »