Ärzte Zeitung online, 28.07.2011

AOK plus hat 50 000 Patienten im Hausarztprogramm

ERFURT (rbü). Das Hausarztprogramm der AOK plus in Thüringen hat seinen 50.000sten Patienten aufgenommen. Der Hausärzteverband zeigte sich mit der Resonanz zufrieden.

"Ich kann das Programm meinen Patienten guten Gewissens empfehlen. Es wurde von Hausärzten für Hausärzte entwickelt", sagte Verbandsvorsitzende Silke Vonau, die den 50.000. Jubiläumspatienten in ihrer eigenen Praxis in Hinternah begrüßte.

Das Programm läuft seit November vergangenen Jahres. Derzeit nehmen 430 von etwa 1500 Hausärzten im Freistaat daran teil.

Das entspreche leider noch keiner flächendeckenden Versorgung, so Vonau. Diese liegt laut AOK vor, wenn 40 Prozent der Thüringer Hausärzte teilnehmen.

15 Euro extra Honorar

Vonau führt die Startschwierigkeiten bei der Einschreibung von Ärzten auf die verpflichtend einzusetzende Praxissoftware zurück. "Es herrscht noch Unsicherheit, welche Investitionen man als Arzt tätigen muss", sagte sie.

Der Vorstandsvorsitzende der AOK plus, Rolf Steinbronn, versprach eine unkomplizierte Lösung: "Wir haben großes Interesse daran, dass es eine Standardsoftware für Selektivverträge wird."

Wie viele Patienten insgesamt er sich für das Programm wünscht, darauf wollte sich Steinbronn nicht festlegen. Die AOK plus hat in Thüringen rund 800.000 Patienten.

Der Hausarztverband wirbt für den Vertrag, an dem nicht nur Verbandsmitglieder teilnehmen dürfen, vor allem mit der Weiterbildung in drei Qualitätszirkeln pro Jahr sowie einem Add-on-Honorar von etwa 15 Euro für chronisch kranke Patienten.

"Damit wird der Mehraufwand vergütet, der seit der Einführung des EBM-Systems nicht mehr honoriert wird", so Vonau. "Und wir können unserer Lotsenfunktion als Hausärzte gerecht werden." Sie habe wieder mehr Zeit für den Patienten.

Eine weitere Entlastung bewirke das integrierte Verah-Programm, für das sich inzwischen 37 Schwestern qualifiziert haben. Das Hausarztprogramm der AOK plus läuft bis Ende 2012 und soll im Fall einer positiven Evaluierung fortgeführt werden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Welche Stoffe in Energy-Drinks wirken auf Herz und Kreislauf?

Energy-Drinks haben eine durchschlagende Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist erhöht. Möglicherweise ist dafür nicht nur das Koffein verantwortlich. mehr »

Das war der Ärztetag 2017 in Bildern

Das war er nun, der 120 Ärztetag in Freiburg. Unsere Bildergalerie zeigt die schönsten, spannendsten Momente des viertägigen Kongresses. mehr »

Grünes Licht für GOÄ-Reformprozess

Der Deutsche Ärztetag hat den Verhandlungsführern für die GOÄ-Reform am Donnerstagabend grünes Licht für den weiteren Novellierungsprozess gegeben. mehr »