Ärzte Zeitung online, 02.08.2011

DAK schließt neue Rabattverträge mit je drei Partnern

NEU-ISENBURG (run). Die DAK hat - ungeachtet laufender juristischer Querelen - jetzt mit 31 Arzneimittel-Herstellern neue Rabattverträge geschlossen. Sie knüpft damit an ihr bisheriges Drei-Partner-Modell an: Alle DAK-Kunden können für den verschriebenen Wirkstoff zwischen drei verschiedenen Arzneimittel-Herstellern wählen.

Die Rabattverträge haben nach Angaben der Krankenkasse ein Umsatzvolumen von 123 Millionen Euro und treten zum 1. Oktober 2011 in Kraft. Die Laufzeit beträgt zwei Jahre.

Die ausgehandelten Konditionen gelten teilweise auch für die HEK, die HKK und die BKK Axel Springer. Die eingesparten Kosten belaufen auf einen zweistelligen Millionenbereich.

Ob ein solches Mehrpartner-Modell vergaberechtlich zulässig ist, darüber wird allerdings derzeit juristisch gestritten. Seit Jahresbeginn werden Beschwerden gegen Entscheidungen der Vergabekammer vor den Zivilgerichten verhandelt.

Den Zuschlag an mehrere Partner pro Wirkstoff hatte zum Beispiel der Generikahersteller Dexcel moniert. Anlass hatte eine Ausschreibung der Deutschen BKK gegeben. Neuralgischer Punkt des Mehrpartner-Modells ist das "ungerechtfertigte Kalkulationsrisiko".

Als nächstes soll nun das Oberlandesgericht Düsseldorf eine Antwort geben - die Entscheidung wird mit Spannung in der Branche erwartet.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

ALS ist mit Demenz eng verwandt

Stephen Hawking ist wohl der berühmteste Patient, der an Amyotropher Lateralsklerose leidet.Forscher haben nun herausgefunden, dass ALS und temporale Demenz eng verwandte Krankheitsbilder sind. Das könnte Einfluss auf das Diagnoseverfahren haben. mehr »

Innovationsfonds startet in die Versorgungsrealität

Der Innovationsfonds ist offiziell in die Umsetzungsphase gestartet. Die 300 Millionen Euro für das Jahr 2016 teilen sich 91 Versorgungs- und Forschungsprojekte. mehr »

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »