Ärzte Zeitung online, 18.08.2011

Kassen beklagen falsche Klinikabrechnungen

BERLIN (dpa). Fast jede zweite untersuchte Krankenhausabrechnung hat sich nach einem Zeitungsbericht bei genauem Hinsehen der Krankenkassen im vorigen Jahr als falsch erwiesen.

"Im Schnitt waren 45,6 Prozent der geprüften Rechnungen zugunsten der Kassen zu korrigieren", zitieren die Zeitungen der WAZ-Gruppe aus einem internen Bericht des Kassen-Spitzenverbandes in Berlin.

Die Kontrolleure wurden dem Bericht zufolge an vielen Stellen fündig. Mal sei stationär statt ambulant operiert worden, mal seien die Patienten länger als nötig in der Klinik behalten worden. Auch seien nicht verabreichte Medikamente abgerechnet worden.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft wies die Vorwürfe der Kassen laut Zeitungsbericht mit dem Argument zurück, von den Kassen würden hauptsächlich Streitfälle untersucht.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Medikamente auch einmal beherzt absetzen!

Viele Ärzte scheuen sich, Medikamente abzusetzen - obwohl sie wissen, dass dies Patienten oft hilft. Neuseeländische Wissenschaftler haben zwei paradoxe Gründe dafür gefunden. mehr »

Geht's auch etwas modischer in der Klinik?

Unsere Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler hat Verständnis für die Klinik-Kleidungsvorschriften. Doch mit ein klein wenig Fantasie könnte man auch den unvermeidlichen Kasack hübscher gestalten, meint sie. mehr »

Sport im Alter schützt vielleicht vor Demenz

Dass Sport nicht Mord bedeutet, wissen Forscher schon lange. Jetzt haben Alters- und Sportwissenschaftler messen können, wie Sport das Gehirn im Alter verändert. Dient Fitness als Demenzprävention? mehr »