Ärzte Zeitung, 06.11.2011

Zusatzbeitrag in der GKV bleibt die Ausnahme

Die große Mehrheit der Kassen hat sich festgelegt: Sie werden 2012 keinen Zusatzbeitrag erheben. Nach einer Umfrage des Verbraucherportals 1A Krankenversicherung verzichten im kommenden Jahr 133 von 153 gesetzlichen Kassen auf den Extra-Obolus für ihre Versicherten.

Zusatzbeitrag in der GKV bleibt die Ausnahme

133 von 153 gesetzlichen Krankenkassen wollen 2012 auf einen Zusatzbeitrag verzichten, ergab eine Umfrage eines Verbraucherportals.

© dpa

KÖLN (iss). Fünf Kassen planen von Anfang 2012 an mit einem Zusatzbeitrag, der meist bei acht Euro liegt. Weitere fünf Kassen stellen sich auf eine Fusion ein, durch die der Zusatzbeitrag wegfallen könnte.

Zehn Versicherer lassen die Entscheidung noch offen. Bei sieben Krankenkassen müssen Versicherte 2012 mit einem Zusatzbetrag zwischen 30 und 120 Euro rechnen. Eine Prämie zahlen unter anderem die hkk Handelskrankenkasse und die BKK A.T.U.

Anfang 2012 müssen rund acht Millionen Versicherte Zusatzbeiträge zahlen

Nach Angaben von 1A Krankenversicherung sind damit Anfang 2012 rund acht Millionen Versicherte von Zusatzbeiträgen betroffen. Die Zahl könnte sich aber deutlich reduzieren, wenn die DAK nach der Fusion mit der BKK Gesundheit und der BKK Axel Springer auf den Zusatzbeitrag verzichtet.

Da die Bundesregierung vor wenigen Tagen den durchschnittlichen Zusatzbeitrag für 2012 auf null Euro festgesetzt hat, erhalten die betroffenen Versicherten keinen Sozialausgleich. Grund: die Versicherten können in Kassen ohne Zusatzbeitrag wechseln; in der Summe aller Kassen sind die Einnahmen aus dem Gesundheitsfonds ausreichend.

Unter www.1a-krankenversicherung.de hat das Portal die Namen der Kassen veröffentlicht, die einen Zusatzbeitrag erheben oder eine Prämie ausschütten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Bundestag macht den Weg frei für Cannabis auf Rezept

13:12Ärzte können Hanf als verschreibungspflichtiges Medikament verordnen. Nach jahrelanger Debatte hat das Parlament heute den Umgang mit Cannabis als Medizin völlig neu geregelt. Krankenkassen müssen die Kosten im Regelfall erstatten. mehr »

Kein Schmerzensgeld für die künstliche Ernährung des Vaters

Das Münchener Landgericht hat die Klage gegen einen Hausarzt, der einen Patienten vermeintlich unnötig lange künstlich ernähren ließ, abgewiesen. Gleichwohl attestierte es einen Behandlungsfehler. mehr »

Droht Briten eine zweite Creutzfeldt-Jakob-Welle?

In Großbritannien ist ein Mann an einer ungewöhnlichen Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung gestorben. Dies nährt Befürchtungen, wonach mehr als 20 Jahre nach der BSE-Krise eine zweite Erkrankungswelle ansteht. mehr »