Ärzte Zeitung online, 29.12.2011

Hautkrebsscreening auf Kasse? Vielen unbekannt

HAMBURG (di). Viele Deutsche sorgen sich um Hautkrebs und halten Vorsorge für wichtig. Aber nur 44 Prozent der gesetzlich Krankenversicherten ab 35 Jahren wissen, dass ihre Versicherung die Kosten für eine Hautkrebs-Früherkennungsuntersuchung beim Haus- oder Hautarzt als Regelleistung trägt.

Zu diesen Ergebnissen kamen Forscher um Professor Matthias Augustin vom Institut für Versorgungsforschung in der Dermatologie und bei Pflegeberufen am Hamburger UKE.

Gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut Forsa haben sie die Einstellung der Menschen zum Hautkrebsscreening in einer repräsentativen Stichprobe von über 1000 gesetzlich Versicherten erhoben.

Wie berichtet hatten die gesetzlichen Krankenversicherungen in Deutschland die Früherkennungsuntersuchung 2008 in den Regelleistungskatalog aufgenommen. Bislang war unbekannt, wie die Untersuchungen wahrgenommen werden.

Am Screening haben insgesamt 13 Millionen Menschen teilgenommen, dies sind rund 31 Prozent der Berechtigten. Augustin leitet daraus ab, dass noch viel Aufklärungsarbeit notwendig ist.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

Die neue Statistik der Bundesärztekammer liegt vor. Sie zeigt, wo die meisten Behandlungsfehler passierten und wie die Schlichterstelle meistens entschied. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »