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Ärzte Zeitung, 02.04.2012

GKV/PKV - Gleiche Preise für gleiche Leistung gefordert

Die Private Krankenversicherung muss kundenfreundlicher gestaltet werden. Das fordert die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv).

BERLIN (ami). Nach einer bundesweiten, nicht repräsentativen Auswertung von 144 Versichertenbeschwerden über Prämienerhöhungen bei der PKV sieht die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) akuten Handlungsbedarf.

Die Analyse hat laut vzbv zweierlei gezeigt: Zum einen erschwerten Private Krankenversicherungen ihren Kunden den Wechsel in günstigere Tarife.

Zum zweiten werfen die Verbraucherschützer den Privaten vor, dass sie teils die Prämien zum Jahreswechsel drastisch erhöht haben. Das gelte vor allem für ältere, langjährige Bestandskunden in geschlossenen Tarifen.

Der vzbv fordert daher, dass im Zuge der aktuellen Gesetzesinitiative zur Änderung versicherungsrechtlicher Vorschriften, der Tarifwechsel verbraucherfreundlicher gestaltet wird. Zudem sollen Beitragserhöhungen ausgeschlossen werden, wenn der Versicherer wesentlich von den ursprünglichen Kalkulationsgrundlagen abweicht.

Damit bezieht sich der vzbv vor allem auf Einsteigertarife. Zum Dritten fordern die Verbraucherschützer, dass die Möglichkeit zum Wechsel des Versicherungsanbieters für alle Privatversicherten gilt und nicht nur für solche mit Neuverträgen ab 2009.

Grundlegender Reformbedarf

Der vzbv sieht auch grundlegenden Reformbedarf. Er fordert die Einführung einer Einkommenskomponente bei der Prämienkalkulation und gleiche Preise für gleiche Leistungen in GKV und PKV. Zudem müsse das Sachleistungsprinzip eingeführt werden, so die Verbraucherschützer.

vzbv-Chef Gerd Billen vertritt die Auffassung, das System der PKV habe sich überlebt. Damit steht er nicht allein: AOK-Chef Jürgen Graalmann forderte die Politik auf, die PKV in ihrer heutigen Form nicht künstlich am Leben zu erhalten.

Zuletzt hatte auch die Gesundheitsexpertin der Linken Martina Bunge die Zukunft der PKV infrage gestellt.

"Die ganze Fachwelt bis hin zur CDU sieht für die private Krankenvollversicherung Finanzierungsprobleme und keine Zukunft mehr", sagte Bunge in Reaktion auf die Forderungen der Verbraucherschützer.

[03.04.2012, 21:07:10]
Dr. Bernhard reiß 
GKV -Vertreter nehmen den Mund ziemlich voll!
und die vzbz auch. Die GKV fordert die Abschaffung der PKV. Ein Witz! Es gibt ja wohl kaum ein System das von so vielen verdeckten Subventionen lebt wie "Die gesetzlichen". Nicht zuletzt von der PKV. Oder wie glauben diese Kassen ein Krankenhaus ohne die Gelder der Privatversicherten am Leben erhalten zu können? Und wie glaubt der vzvz wie sich eine normale Arztpraxis finanziert? Die GKV-Patienten decken gerade mal noch die Grundkosten. Ein neues Gerät oder noch eine Arzthelferin kann davon nicht finanziert werden. Aber vielleicht meine die Veratwortlichen ja auch, daß die GKV ihre Preise der PKV angleichen sollte? Weg mit der Familienversicherung, weg mit Pauschalen, her mit den festen Preisen der PKV, alles in Einzelleistung. Gut, dann mache ich mit! zum Beitrag »

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