Ärzte Zeitung, 11.04.2012

Henke hält nichts von voreiliger GKV-Debatte

DÜSSELDORF (iss). Die Ärzteschaft sollte ihre Forderungen nach mehr Geld für die Versorgung nicht an die aktuelle Debatte über die Finanzen der Krankenkassen koppeln. Das empfiehlt der Präsident der Ärztekammer Nordrhein (ÄKNo) Rudolf Henke.

"Ich glaube, dass wir in Zeiten schlechter Kassenlage unsere berechtigten Forderungen genauso vorbringen müssen wie in Zeiten guter Kassenlage", sagte Henke bei der ÄKNo-Kammerversammlung in Düsseldorf.

Zu den Anliegen, die die Ärzte vertreten sollten, zählt er die Beseitigung der chronischen Unterfinanzierung des ambulanten Sektors und die regelhafte Finanzierung der Tarifsteigerungen in den Kliniken. Sie seien aber unabhängig von den derzeitigen Kassenüberschüssen.

Diese seien ohnehin nur eine Momentaufnahme zu einem ökonomisch günstigen Zeitpunkt.

"Ich fürchte, dass derzeit der schöne Schein trügt: Die GKV ist keineswegs saniert." Von einem Forderungswettbewerb, wie man die Finanzreserven am schnellsten wieder abbauen kann, hält Henke nichts.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

Die neue Statistik der Bundesärztekammer liegt vor. Sie zeigt, wo die meisten Behandlungsfehler passierten und wie die Schlichterstelle meistens entschied. mehr »

Abstimmung über Trumps Gesundheitsreform verschoben

Die Republikaner haben nicht genügend Stimmen für die Abschaffung von "Obamacare" zusammen, verschieben die Abstimmung im Kongress. Trump muss warten - das kann ihm nicht schmecken. Aber das Weiße Haus macht Druck. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »