Kommentar zu Versichertenschulden

Kein Recht ohne Pflichten!

Helmut LaschetVon Helmut Laschet Veröffentlicht:

Nach dem 2007 in Kraft getretenen Wettbewerbsstärkungsgesetz sollte es keine Bürger mehr ohne Krankenversicherungsschutz geben. Die Sozialpolitiker der großen Koalition haben daraus ein Recht auf Versicherung ohne Pflichten gemacht.

Die Folgen sind zu besichtigen: Binnen Jahresfrist ist der Gesamtrückstand an GKV-Beiträgen um 500 Millionen Euro oder 50 Prozent gestiegen.

Wenn sich erst einmal in bestimmten Kreisen von freiwillig Versicherten herumspricht, dass Versicherungsschutz ohne Beitragszahlung zu erlangen ist, dann wird die Zahl derer, die um Freibier in der GKV - ebenso wie in der PKV - anstehen, weiter steigen.

Und es kann bezweifelt werden, ob es wirklich nur die Minderbemittelten sind, die ohne Beitragszahlung Versicherungsschutz genießen.

Daraus sind Konsequenzen zu ziehen: Um nicht weitere Trittbrettfahrer anzulocken, muss ein Mindest-Krankenversicherungsbeitrag steuerfinanziert werden - nach einer Bedürftigkeitsprüfung.

Lesen Sie dazu auch den Bericht: Versicherte schulden Kassen Milliarden

Schlagworte:
Mehr zum Thema
Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Wo lang im Gesundheitswesen? Der SVR Gesundheit und Pflege empfiehlt mehr Richtungspfeile für alle Akteure.

© StefanieBaum / stock.adobe.com

Sachverständigenrat Gesundheit und Pflege

Gesundheitsweise empfehlen Primärversorgung für alle – und Quotierung der Weiterbildung

„Wenn die Politik Wissenschaftlern sagen würde, wir wollen dieses oder jenes Ergebnis, ist das Propaganda.“ Klaus Überla – hier im Treppenhaus seines Instituts – über Einmischungen aus der Politik.

© Patty Varasano für die Ärzte Zeitung

Interview

STIKO-Chef Überla: RSV-Empfehlung kommt wohl bis Sommer

Dr. Iris Dötsch Fachärztin für Innere Medizin, Diabetologin und Ernährungsmedizinerin hat die Hauptstadtdiabetologinnen, eines neues Netzwerk für Frauen in der Diabetologie, gegründet.

© snyGGG / stock.adobe.com

Hauptstadtdiabetologinnen

Ein Netzwerk für Diabetologinnen