Ärzte Zeitung, 03.05.2012

Hessens Hausärzte und AOK wollen Hausarztvertrag

NEU-ISENBURG (bee). Der Hausärzteverband Hessen und die AOK haben sich gegenseitig zugesichert, noch in diesem Jahr einen Vertrag zur hausarztzentrierten Versorgung (HzV) abzuschließen.

Diese "Absichtserklärung" veröffentlichten beide Parteien in einer Mitteilung.

"Ich bin sehr froh, dass wir mit der AOK Hessen eine Kasse haben, die sich bereit erklärt hat, einen Vertrag zur hausärztlichen Versorgung ohne juristische Klagen abzuschließen", sagte Dr. Dieter Conrad, Vorsitzender des hessischen Hausärzteverbandes, der "Ärzte Zeitung".

Die jetzt getroffene Vereinbarung sei ein "Letter of Intent", so Conrad. Über die Inhalte werde nun verhandelt, man sei sich einig, ab Oktober den AOK-Versicherten eine HzV anbieten zu können.

Der hessische Verband hat bereits mit der TK einen HzV-Vertrag geschlossen. Die TK hat allerdings nur eine Marktverbreitung von acht bis zehn Prozent, so Conrad.

Daher habe man bisher den Vertrag nicht so großflächig beworben. Die AOK habe einen deutlich höheren Marktanteil. "Es ist wichtig, dass Patienten in diesem Vertrag nicht zwischen Kassen und Ärzten zerrieben werden", so Conrad weiter.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »

Frühe ART wirkt protektiv

Die frühe antiretrovirale Therapie (ART) schützt HIV-Patienten vor schweren bakteriellen Infektionen. mehr »