Ärzte Zeitung online, 02.07.2012

Grippe-Impfstoffe: Novartis gewinnt Bayern

MÜNCHEN (cw). Novartis Vaccines heißt der Gewinner der ersten kassenübergreifenden Ausschreibung von Grippeimpfstoffen in Bayern.

Zunächst hatte ein Wettbewerber versucht, den Zuschlag durch einen Nachprüfungsantrag zu verhindern. Vergeblich, wie im zweiten Schritt auch das Oberlandesgericht Düsseldorf bestätigte.

Für die diesjährige Saison 2012/13 liefert damit Novartis Vaccines exklusiv Grippeimpfstoff für den Sprechstundenbedarf.

Durch den Rabattvertrag mit der Marburger Novartis-Tochter erwarte man insgesamt Einsparungen "in einstelliger Millionenhöhe", ließ die bei der konzertierten Ausschreibung federführende AOK Bayern verlauten.

Zuletzt hätten die GKV-Kassen des Freistaates rund 22 Millionen Euro für Grippeimpfstoffe ausgegeben.

Mit der exklusiven Rabattpartnerschaft dürften - zumindest in Bayern - auch die Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem seit 2011 geltenden Referenzpreissystem für Impfstoffe ein Ende haben.

Danach ist Verordnern vielfach nicht ersichtlich, welche Hersteller preiskonform zu der AMNOG-Regel anbieten und somit als wirtschaftlich gelten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Im Sushi war der Wurm drin

Der Hinweis aufs Sushi brachte die Ärzte auf die richtige Spur. Statt den Patienten wegen Verdachts auf akutes Abdomen zu operieren, führten sie eine Gastroskopie durch. mehr »

Importierte Infektionen führen leicht zu Diagnosefehlern

Wann muss ein Arzt für eine Fehldiagnose gerade stehen? In einem aktuellen Fall entschied das Oberlandesgericht Frankfurt gegen einen Arzt. mehr »

"Turbolader einer Zwei-Klassen-Medizin"

Die Einheitsversicherung als Garant für Gerechtigkeit im Versorgungssystem? Aus Sicht von BÄK-Präsident Professor Frank Ulrich Montgomery eine fatale Fehleinschätzung. Die "Ärzte Zeitung" dokumentiert Auszüge aus seiner Ärztetags-Eröffnungsrede. mehr »