Ärzte Zeitung, 23.08.2012

Kommentar

Es geht um Stimmungsmache

Von Dirk Schnack

Wenn die Krankenkassen ein Wehklagen auf hohem Niveau anprangern und die KV von einem überfälligen Ausgleich für Mehrarbeit spricht, stehen wieder Honorarverhandlungen an. Es gehört zum Ritual auf Bundes- und Landesebene, dass beide Seiten versuchen, die öffentliche Meinung zu beeinflussen.

Vor diesem Hintergrund sind auch die jetzt vom Hamburger Ersatzkassenverband veröffentlichten Zahlen über das angebliche Einkommen der Ärzte in der Hansestadt einzuordnen.

Da geht es weniger um Validität und Seriosität als um Stimmungsmache. Das mag aus Sicht der Kassen legitim sein, ist aber für all die Ärzte, die die angeblichen Nettoeinkommen weit unterschreiten, ein Ärgernis. Ein Blick in den Honorarbericht der KBV relativiert das angeblich hohe Niveau der Einkommen schnell.

Fest steht: Die Morbidität steigt und damit steigen die Herausforderungen für Ärzte, ganz egal, ob ein Arzt auf dem Land oder in Hamburg praktiziert.

Lesen Sie dazu auch:
Kassen und KV streiten um Honorare in Hamburg

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

Die neue Statistik der Bundesärztekammer liegt vor. Sie zeigt, wo die meisten Behandlungsfehler passierten und wie die Schlichterstelle meistens entschied. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »