Umfrage

GKV gewinnt an Vertrauen

Immer mehr Versicherte sind davon überzeugt, dass die Versorgung in der GKV sicher ist - aber auch die PKV hat ihre Vorteile, so eine PKV-Studie.

Veröffentlicht:

KÖLN (iss). Wenn es um die Zukunftsfähigkeit der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung geht, sieht die Bevölkerung Vor- und Nachteile in beiden Systemen.

Das zeigt eine repräsentative Umfrage von TNS Infratest im Auftrag der Continentale Krankenversicherung. Das Meinungsforschungsinstitut hatte 1285 Personen über 25 Jahren befragt, darunter 167 Privatversicherte.

Danach gingen 67 Prozent der Befragten davon aus, dass die PKV dauerhaft eine gute medizinische Versorgung sichern kann, der GKV trauten das 55 Prozent zu. Damit haben sich im Vergleich zu einer Befragung aus dem Jahr 2010 die Gewichte zugunsten der GKV verschoben

Damals trauten 73 Prozent den Privatversicherungen die dauerhafte Sicherung der Versorgung zu und nur 45 Prozent den gesetzlichen Kassen.

2012 hielten 29 Prozent ausschließlich die PKV für den Garanten einer guten Versorgung, 17 Prozent allein die GKV und 38 Prozent beide. 13 Prozent vertrauten in kein System.

Mehr Fortschritt in der PKV

Im Vorteil sahen die Befragten die PKV auch mit Blick auf die Sicherung der Teilhabe am medizinischen Fortschritt. Das trauten 76 Prozent der PKV zu und 62 Prozent der GKV.

Genau die Hälfte hält beide Systeme für leistungsfähig, 26 Prozent ausschließlich die PKV und 12 Prozent ausschließlich die GKV. Elf Prozent sehen beide skeptisch.

Geht es um die Bezahlbarkeit der Beiträge in einer älter werdenden Gesellschaft, schneidet die GKV besser ab als die private Konkurrenz. 67 Prozent erwarteten, dass die GKV für die Versicherten bezahlbar bleibt, bei der PKV waren es nur 35 Prozent.

Gleich großes Vertrauen in beide Systeme hatten 24 Prozent, 19 Prozent rechneten weder im privaten noch im gesetzlichen System mit bezahlbaren Beiträgen.

88 Prozent plädierten dafür, dass die GKV Rücklagen bildet, um die Beiträge bezahlbar zu halten.

46 Prozent denken, dass sie in der heutigen Form auch in 20 Jahren noch finanzierbar ist. 47 Prozent rechnen mit einem Fortbestand des aktuellen GKV-Leistungsniveaus in 20 Jahren.

Schlagworte:
Mehr zum Thema
Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Wo lang im Gesundheitswesen? Der SVR Gesundheit und Pflege empfiehlt mehr Richtungspfeile für alle Akteure.

© StefanieBaum / stock.adobe.com

Sachverständigenrat Gesundheit und Pflege

Gesundheitsweise empfehlen Primärversorgung für alle – und Quotierung der Weiterbildung

„Wenn die Politik Wissenschaftlern sagen würde, wir wollen dieses oder jenes Ergebnis, ist das Propaganda.“ Klaus Überla – hier im Treppenhaus seines Instituts – über Einmischungen aus der Politik.

© Patty Varasano für die Ärzte Zeitung

Interview

STIKO-Chef Überla: RSV-Empfehlung kommt wohl bis Sommer

Dr. Iris Dötsch Fachärztin für Innere Medizin, Diabetologin und Ernährungsmedizinerin hat die Hauptstadtdiabetologinnen, eines neues Netzwerk für Frauen in der Diabetologie, gegründet.

© snyGGG / stock.adobe.com

Hauptstadtdiabetologinnen

Ein Netzwerk für Diabetologinnen