Ärzte Zeitung, 16.01.2013

Mamma-Screening

Sachsen zahlt Kosten für Adressrecherche

Teure Mammografie: In Sachsen hat sich das Land die Adressrecherche für die Einladungen bislang teuer bezahlen lassen. Jetzt wurde eine Forderung der Kassen erhört - und die Gebühr gekippt.

DRESDEN. Der Freistaat Sachsen ist einer Forderung der Kassen nachgekommen und übernimmt künftig die Kosten, die bei der Adressrecherche für Mammografie-Untersuchungen anfallen.

Das teilte der sächsische Ersatzkassenverband vdek nach der Anhörung des Sozialausschusses im Landtag mit.

Mit dem Haushaltsbegleitgesetz für 2013 und 2014 entfalle die Gebühr, die Sachsen als einziges Bundesland bisher von den Kassen erhob. Silke Heinke, Leiterin der vdek-Landesvertretung, begrüßte die Entscheidung.

"Die neue Regelung schafft die Voraussetzungen, dass auch andere Früherkennungsuntersuchungen, wie das geplante Screening auf Darmkrebs und Gebärmutterhalskrebs, ohne Mehrausgaben durchgeführt werden können."

Die Vorbereitungen für Mammografie-Untersuchungen belasteten die Kassen in Sachsen bisher finanziell, da die Daten über das Kommunale Kernmelderegister Sachsen angefordert werden müssen.

2009 wurden die Gebühren erhöht, sodass die Kassen im vergangenen Jahr rund 400.000 Euro ausgeben mussten. Das Screening gibt es seit 2007 für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren. (tt)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »