Ärzte Zeitung, 07.02.2013

Gesundheitsfonds

Gesundheitsministerium wehrt sich gegen Kürzungen

BERLIN. Das Bundesgesundheitsministerium wehrt sich gegen Pläne des Finanzministeriums, die Zuschüsse an den Gesundheitsfonds weiter zu senken.

"Wir haben unseren Sparbeitrag mit 4,5 Milliarden Euro bereits geleistet. Jetzt sind andere Ressorts gefragt", sagte ein Ministeriumssprecher der "Ärzte Zeitung".

2013 wird der Bundeszuschuss an den Gesundheitsfonds von 14 Milliarden Euro um 2,5 Milliarden Euro gekürzt, 2014 um zwei Milliarden Euro.

Medienberichten zufolge will die Bundesregierung den Zuschuss 2014 sogar um vier Milliarden kürzen. Dies hat eine Sprecherin des Finanzministeriums als "so inhaltlich nicht zutreffend" zurückgewiesen.

Begehrlichkeiten wecken die vollen Sozialkassen gleichwohl: Die Überschüsse seien ein Spiegelbild der guten Konjunktur.

"Es macht wenig Sinn, ein Defizit im Haushalt und gleichzeitig hohe Überschüsse in der Gesundheitskasse zu haben", sagte der Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Steffen Kampeter (CDU).

Topics
Schlagworte
Krankenkassen (16318)
[08.02.2013, 13:27:47]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Sinnvoller Staatssekretär?
Dazu kann man nur sagen, "es macht ebenso wenig Sinn, Steffen Kampeter (CDU) als Staatssekretär im Bundesfinanzministerium (CDU) zu alimentieren, wenn dieser anscheinend das Defizit im Bundeshaushalt nicht von zweckgerichteten Überschüssen in Gesundheitsfonds bzw. K r a n k e n-Kassen der GKV unterscheiden kann".

Übrigens, der Begriff "Gesundheitskasse" ist in der gesamten Sozialgesetzgebung unbekannt! Mf+kG zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

Die neue Statistik der Bundesärztekammer liegt vor. Sie zeigt, wo die meisten Behandlungsfehler passierten und wie die Schlichterstelle meistens entschied. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »