Ärzte Zeitung, 21.05.2013

Klare Absage erteilt

Sparkassen-PKV gegen Web-Tarifvergleich

UKV und Bayerische Beamten steigerten 2012 die Prämieneinnahmen im PKV-Geschäft. Als Zugpferd erwies sich hierbei das Angebot von Zusatzpolicen für Kassenpatienten.

Von Herbert Fromme

MÜNCHEN. Die Krankenversicherer der Sparkassen wollen auch künftig keine Tarifvergleiche für ihre Kunden im Internet ermöglichen. Harald Benzing, Vorstandsmitglied der Versicherungskammer Bayern (VKB), erteilte einem solchen Modell - wie es gerade der Wettbewerber DKV eingeführt hat - eine Absage.

"Der interne Tarifwechsel muss mit Beratung einhergehen", sagte er. Die Vertreter der Krankenversicherer Union Krankenversicherung (UKV) und Bayerische Beamtenkrankenkasse würden wechselwilligen Kunden die Alternativen mit ihren Vor- und Nachteilen aufzeigen.

Die Versicherungskammer in München betreibt für die meisten öffentlichen Versicherer, die zum Sparkassenlager gehören, die private Krankenversicherung.

Die regionalen Gesellschaften mit den Marken Provinzial Nordwest oder SV Sparkassenversicherung Stuttgart vermitteln Verträge für die UKV. Nur die Versicherungsgruppe Hannover hat einen eigenen kleinen Anbieter, die Provinzial Krankenversicherung.

Zahl der Vollversicherten geht zurück

UKV und Bayerische Beamten erzielten 2012 Prämieneinnahmen von 2,16 Milliarden Euro, das war eine Steigerung um 1,5 Prozent. Vor allem bei den Zusatzpolicen legten die beiden Versicherer zu, hier stieg die Zahl der versicherten Personen um 3,2 Prozent auf 2,9 Millionen.

In der Königsklasse Kranken-Vollversicherung verlieren sie dagegen Kunden: Die Zahl der Vollversicherten ging von 491.000 auf 478.000 zurück.

Wachstum wolle die Gruppe vor allem durch "langfristige Beziehungen mit Kunden erreichen, die eine hochwertige Gesundheitsversorgung suchen", sagte Benzing.

Die Versicherungsleistungen stiegen um 2,3 Prozent auf 1,41 Milliarden Euro. Für Abschlusskosten, vor allem Provisionen, gaben UKV und Bayerische Beamten 7,9 Prozent der Beiträge aus, im Vorjahr waren es noch 8,2 Prozent.

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