Ärzte Zeitung online, 17.09.2013

Mehrausgaben für die Kassen

Grundlohnrate steigt um 2,8 Prozent

Die gute Konjunktur beschert den gesetzlichen Krankenkassen im kommenden Jahr Mehrausgaben. Allein für die Krankenhäuser könnten deshalb 1, 8 Milliarden Euro mehr fällig werden.

BERLIN. Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung für die stationären Behandlungen ihrer Mitglieder streben unaufhaltsam der 70 Milliarden-Euro-Grenze entgegen. Nach geschätzt 65 Milliarden Euro in diesem Jahr dürften 2014 bereits mehr als 67 Milliarden Euro fällig werden.

Grund ist zum einen die wegen der Lohnentwicklung bei den gesetzlich Versicherten um 2,8 Prozent steigende Grundlohnrate, die mit rund 1,8 Milliarden Euro zu Buche schlägt. Diese Zahl hat das Gesundheitsministerium nun bekannt gemacht.

Zum anderen erhalten die Krankenhäuser im kommenden Jahr die zweite Hälfte des in diesem Sommer verabschiedeten Hilfspaketes von 1,1 Milliarden Euro.

Das Ende der Fahnenstange ist damit noch nicht erreicht. In wenigen Tagen wird das Statistische Bundesamt Angaben zu den Personal- und Energieausgaben der Krankenhäuser vorlegen. Daraus errechnet sich ein Kostenorientierungswert.

Liegt er oberhalb der Grundlohnrate, müssen Kassen und Krankenhäuser verhandeln.

Mehrausgaben für die Krankenkassen werden sich auch durch höhere Honorare für niedergelassene Ärzte und den geplanten Wegfall des erhöhten Rabattes für die Pharmaunternehmen sowie das Ende des Preismoratoriums ergeben. 2012 hatten die Kassen rund 185 Milliarden Euro ausgegeben. (af)

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