Ärzte Zeitung App, 19.08.2014

IKK Nord

Neutraler, unabhängiger MDK gefordert

ROSTOCK. Die Innungskrankenkasse im Norden (IKK Nord) drängt auf einen unabhängigeren Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK). Ziel müsse es sein, den MDK "versichertennah und neutral" arbeiten zu lassen. "Jeder Eindruck, dass sie Instrumente der Kassen seien, müsse vermieden werden", hieß es in einer Mitteilung der Kasse.

Sie geht davon aus, dass Versicherte von einem unabhängigen MDK profitieren. Konkret schlägt die IKK Nord vor, dass der MDK künftig auch unabhängige medizinische Spezialisten beauftragen soll, um Leistungsentscheidungen zu treffen.

Kassen-Chef Ralf Hermes forderte die Politik zudem auf, in den MDK-Gremien keine hauptamtlichen Krankenkassenmitarbeiter mehr zuzulassen. Bislang sind nach IKK-Angaben zwischen 40 und 60 Prozent der Gremienmitglieder amtierende oder ehemalige Kassenmitarbeiter. (di)

Topics
Schlagworte
Krankenkassen (16607)
Organisationen
IKK (846)
Personen
Ralf Hermes (27)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Medikamente auch einmal beherzt absetzen!

Viele Ärzte scheuen sich, Medikamente abzusetzen - obwohl sie wissen, dass dies Patienten oft hilft. Neuseeländische Wissenschaftler haben zwei paradoxe Gründe dafür gefunden. mehr »

Geht's auch etwas modischer in der Klinik?

Unsere Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler hat Verständnis für die Klinik-Kleidungsvorschriften. Doch mit ein klein wenig Fantasie könnte man auch den unvermeidlichen Kasack hübscher gestalten, meint sie. mehr »

Sport im Alter schützt vielleicht vor Demenz

Dass Sport nicht Mord bedeutet, wissen Forscher schon lange. Jetzt haben Alters- und Sportwissenschaftler messen können, wie Sport das Gehirn im Alter verändert. Dient Fitness als Demenzprävention? mehr »