Ärzte Zeitung online, 26.10.2015

TK-Studie

Bei Depressionen kann eine Onlineberatung helfen

HAMBURG. Internetbasierte Beratungsangebote können Patienten mit leichter oder mittelschwerer Depressionen helfen.

Das zeigen erste Auswertungen eines Pilotprojekts der Techniker Krankenkasse und der FU Berlin.

So sei die Depression der Teilnehmer - gemessen mit dem sogenannten Beck Depressionsinventar II (BDI II) von 21,98 auf 9,98 Punkte zurückgegangen.

"Damit hat sich die Depression im Durchschnitt von einem mittelschweren Krankheitsbild auf einen klinisch nicht mehr bedeutsamen Wert verbessert", sagt der Leiter des TK-Versorgungsmanagements Klaus Rupp. Das BDI ist ein psychologisches Testverfahren, das die Schwere depressiver Symptomatik im klinischen Bereich erfasst.

Erfolgreicher verlief das Programm allerdings bei den Patienten, die regelmäßig eine schriftliche Rückmeldung von Therapeuten bekamen. Hier hätten 84 Prozent der Teilnehmer bis zum Schluss durchgehalten.

Bei der automatisierten Variante waren es lediglich 76 Prozent. Bei beiden Gruppen habe sich die Depression gebessert, aber der schriftliche Austausch mit den Therapeuten habe zu deutlich besseren Ergebnissen geführt, so die Studienleiterin Professor Christine Knaevelsrud.

An dem sogenannten Depressions-Coach haben laut TK 1000 Menschen teilgenommen. Diese durchliefen sechs Wochen ein strukturiertes Aufgabenprogramm. (chb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »