Ärzte Zeitung, 02.03.2016

Falsche Taste gedrückt

Krankenkasse erklärt Rentner irrtümlich für tot

SPROCKHÖVEL. Mit einem falschen Tastendruck hat die AOK einen Rentner in Sprockhövel für tot erklärt. Die Folgen: Nachdem die Krankenversicherung automatisch die Rentenversicherung und die Stadtverwaltung benachrichtigt hatte, erhielt die vermeintliche Witwe ein Beileidsschreiben der Stadt und der Rentner keine Rente samt Aufstockungsgeld mehr.

"Es war ein menschliches Versehen eines Mitarbeiters", sagte AOK-Sprecher Jens Kuschel am Dienstag. "Er hat einfach die falsche Taste gedrückt. Wir haben alles sofort rückabgewickelt." Für das quicklebendige Paar gab es auch noch Blumen. Inzwischen sehe der Rentner das Malheur gelassen, berichtete der WDR.

Im Januar hatte ein Krefelder Klinikum einer Familie fälschlicherweise eine Todesnachricht überbracht. Mitten in der Nacht war die Tochter einer Krebspatientin von einer Ärztin angerufen und über den Tod ihrer Mutter unterrichtet worden. Doch die Mutter lebte. Grund für die falsche Todesnachricht war eine Verwechslung. (dpa)

|
Topics
Schlagworte
Krankenkassen (15627)
Organisationen
AOK (6681)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Top-Meldungen

Mangelernährt in deutschen Kliniken

Es ist ein vernachlässigtes Thema: Kranke Menschen in deutschen Kliniken sind oft mangelernährt. Seltsamerweise wird das kaum wahrgenommen. mehr »

Mit Brustkrebs-Screening kein Überlebensvorteil

Haben Frauen mit Brustkrebs, der beim Mammografie-Screening diagnostiziert worden ist, einen Überlebensvorteil gegenüber Frauen mit symptomatischen Tumoren haben? Laut einer Studie nicht. mehr »

Stuttgarter Gericht greift Rechtsprechung an

Patienten müssen ihre Ärzte von der Schweigepflicht entbinden, wenn sie sich Lohnfortzahlung auch über sechs Wochen hinaus sichern wollen. Das Landesarbeitsgericht Stuttgart greift diese elf Jahre alte Rechtsprechung nun an. mehr »