Ärzte Zeitung, 02.03.2016

Falsche Taste gedrückt

Krankenkasse erklärt Rentner irrtümlich für tot

SPROCKHÖVEL. Mit einem falschen Tastendruck hat die AOK einen Rentner in Sprockhövel für tot erklärt. Die Folgen: Nachdem die Krankenversicherung automatisch die Rentenversicherung und die Stadtverwaltung benachrichtigt hatte, erhielt die vermeintliche Witwe ein Beileidsschreiben der Stadt und der Rentner keine Rente samt Aufstockungsgeld mehr.

"Es war ein menschliches Versehen eines Mitarbeiters", sagte AOK-Sprecher Jens Kuschel am Dienstag. "Er hat einfach die falsche Taste gedrückt. Wir haben alles sofort rückabgewickelt." Für das quicklebendige Paar gab es auch noch Blumen. Inzwischen sehe der Rentner das Malheur gelassen, berichtete der WDR.

Im Januar hatte ein Krefelder Klinikum einer Familie fälschlicherweise eine Todesnachricht überbracht. Mitten in der Nacht war die Tochter einer Krebspatientin von einer Ärztin angerufen und über den Tod ihrer Mutter unterrichtet worden. Doch die Mutter lebte. Grund für die falsche Todesnachricht war eine Verwechslung. (dpa)

|
Topics
Schlagworte
Krankenkassen (15566)
Organisationen
AOK (6653)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Top-Meldungen

Wenn die Grillbürste zur Gesundheitsgefahr wird

Möglicherweise krebsauslösende Stoffe, die beim Grillen entstehen: Davon hört man oft. Von Drahtbürsten ist eher selten die Rede. Dabei ist die Bedrohung bedeutend akuter. mehr »

Vermehrt Zuzahlungen für Patienten

Seit 1. Juli müssen Patienten bei mehr Arzneimittel zuzahlen und aufzahlen als bislang. Der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller berichtet: Kassen sparen auf Kosten der Patienten. mehr »

Gassen warnt vor "kleinteiliger Fachaufsicht"

"Transparenz ja, aber keine Gängelung": KBV-Chef Gassen sieht den Eingriff in die ärztliche Selbstverwaltung kritisch. mehr »