Ärzte Zeitung, 23.06.2016

IKK Südwest

Ex-Kassenchef erhält Strafe auf Bewährung

SAARBRÜCKEN. Das Saarbrücker Amtsgericht hat den früheren Chef der IKK Südwest, Frank Spaniol, zu neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

Spaniol musste sich vor Gericht wegen Anstiftung zur Untreue und Urkundenfälschung verantworten. Er hatte sich 2009 vom Ex-Finanzchef der Kasse 30 000 Euro auf sein Privatkonto überweisen lassen.

Wie der "Saarländische Rundfunk" berichtete, sollte eigentlich auch der Finanzchef auf der Anklagebank sitzen. Nach einem umfassenden Geständnis sei das Untreue-Verfahren gegen ihn aber gegen eine Geldauflage von 5000 Euro eingestellt worden.

Fristlose Entlassung nach Untreue – Kündigung juristisch bestätigt

Die IKK Südwest hatte Spaniol wegen der Vorwürfe 2013 fristlos entlassen. Im vergangenen Jahr hatte der 1. Zivilsenat des Saarländischen Oberlandesgerichts die Entlassung bestätigt.

Damals hatte Spaniol die Überweisung zwar eingeräumt, aber von einem "Arbeitgeberdarlehen" gesprochen. Das hatte ihm das Gericht nicht geglaubt.Er hatte nach Gerichtsangaben damals eingeräumt, dass er wegen fehlgeschlagener Börsenspekulationen in massive finanzielle Schwierigkeiten geraten war.

 Spaniol war von 1996 bis 2013 Chef der Krankenkasse. Er hatte die IKK Südwest von einer kleinen Handwerkerkasse zur zweitgrößten Kasse im Saarland gemacht. Sie hat heute nach eigenen Angaben rund 650 000 Versicherte. (kin)

Topics
Schlagworte
Krankenkassen (16135)
Recht (11729)
Organisationen
IKK (830)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Therapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »