Ärzte Zeitung online, 24.08.2016

Pflege

AOK Nordost gründet eigene Akademie

BERLIN. Mehr als 2,6 Millionen Menschen in Deutschland sind derzeit pflegebedürftig. Allein in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern ist nach Angaben der AOK Nordost jeder vierte Einwohner über 70 Jahre betroffen. Von ihnen werden rund 75 Prozent zu Hause gepflegt, im Durchschnitt dauert die Pflege zehn Jahre lang.

Die "AOK Pflege Akademie", eine virtuelle Koordinierungsstelle, biete Pflegefachkräften und pflegenden Angehörigen daher die Möglichkeit, sich zu vernetzen. Über sie sollen auch neue bedarfsgerechte Angebote entwickelt werden, heißt es bei der Kasse.

Pflege wird ein immer wichtigeres Thema

"Pflege rückt immer mehr in das Bewusstsein unserer Gesellschaft. Die damit einhergehenden Veränderungen sorgen auch mit Blick auf die Pflegestärkungsgesetze I und II für neue Qualifizierungs- und Bildungsanforderungen", erklärt Frank Michalak, Vorstandsvorsitzender der AOK Nordost.

Unter dem Dach der "AOK Pflege Akademie" werden bestehende Angebote wie Qualifizierungen zur suchtsensiblen Pflegeberatung für Pflegeberater, Weiterbildungen etwa zu Demenz im Krankenhaus oder Sturzprävention für Pflegekräfte und Schulungen für pflegende Angehörige zusammengefasst. Ein weiterer Schwerpunkt soll zudem der Ausbau von Angeboten zur kultursensiblen Pflege von Menschen mit Migrationserfahrung sein.

Geleitet wird die Akademie mit vorerst fünf Mitarbeitern von der AOK-Pflegeexpertin Dr. Katharina Graffmann-Weschke. (juk)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Naturvolk mit erstaunlich gesunden Gefäßen

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »

Kiffen schädigt wohl doch Herz und Hirn

Cannabis-Konsum erhöht offenbar doch das Risiko für Schlaganfall und Herzschwäche. Zumindest hat sich ein entsprechender Zusammenhang in einer umfassenden US-amerikanischen Analyse gezeigt. mehr »