Ärzte Zeitung, 10.10.2016

Bundesrat

Kassen sollen mehr Geld in Aktien anlegen

BERLIN. Erst seit Kurzem ist es gesetzlichen Kassen gestattet, bis zu zehn Prozent der Mittel für die Altersrückstellungen der Mitarbeiter in Aktien anzulegen. Jetzt regt der Bundesrat an, diese Quote auf 20 Prozent zu erhöhen. Die im 6. SGB V-Änderungsgesetz getroffene Regelung für die GKV und die gesetzliche Unfallversicherung folge dem Versorgungsrücklagegesetz des Bundes, heißt es den Empfehlungen der Bundesratsausschüsse zum Heil- und Hilfsmittelgesetz.

Gegenwärtig werde auch dieses Versorgungsrücklagegesetz mit dem Ziel novelliert, die Aktienquote im entsprechenden Fonds des Bundes auf 20 Prozent anzuheben. Angesichts der "gleichen Zielrichtung" beider Novellen möge die Bundesregierung prüfen, ob diese Quote auch für GKV und Unfallversicherung gelten soll. Die Altersrückstellungen in der GKV betrugen zuletzt 4,7 Milliarden Euro.

Die Länderkammer wird am 14. Oktober abschließend über diese Empfehlung ihrer Ausschüsse beraten. Der GKV-Spitzenverband hatte, anders als später beschlossen, bereits im 6. SGB V-Änderungsgesetz für eine Aktienquote von 20 Prozent bei den Altersrückstellungen plädiert. (fst)

Topics
Schlagworte
Krankenkassen (16128)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »