Ärzte Zeitung, 14.04.2008

Dolly hat die Dämme gebrochen

In Großbritannien, dem Heimatland von Klonschaf Dolly, gibt es sehr liberale Stammzellregeln. Bereits seit 2001 ist das Klonen eines menschlichen Embryos zu Forschungszwecken erlaubt, um Stammzellen zu gewinnen. Die Regierung will jetzt sogar erweiterte gesetzliche Regeln durchsetzen, die die Züchtung von Embryonen aus menschlichem und tierischem Material erlauben. Darüber soll frühestens im Mai im Unterhaus abgestimmt werden. Bereits vor konkreten gesetzlichen Regeln hat die zuständige Behörde solche Versuche erlaubt, sodass Forscher aus menschlichem Erbgut und den Eizellen von Kühen Embryonen geschaffen hatten. Solche Embryonen müssen nach maximal 14 Tagen zerstört werden.

Lesen Sie dazu auch:
Ein Stich für die Stammzellforscher

Lesen Sie dazu auch den Kommentar:
"Eine weit reichende Signalwirkung für die Wissenschaft"

SO IST DIE STAMMZELLFORSCHUNG IN ANDEREN LÄNDERN GEREGELT
Staats-Geld nur für alte Stammzelllinien
Dolly hat die Dämme gebrochen
Forschungsklonen - theoretisch verboten
Forschung ist seit Juli 2007 erlaubt
Keine Stichtagsregel für die Forscher

DIE DEBATTE ZUR STAMMZELLFORSCHUNG - AUSZÜGE AUS DEN BUNDESTAGSREDEN
Ich bin zu einer neuen Einschätzung gekommen
Glaubwürdigkeit wird beschädigt
Beide Forschungsansätze nötig
Die Tür wird nicht mehr zugehen
Stichtag war nicht erfolgreich
Stabile Übereinkunft für ethisches Dilemma
Keine Argumente für die Verschiebung

Lesen Sie dazu auch:
Bundestag erleichtert Stammzellimport
Bundestag liberalisiert das Stammzellgesetz
Ein winziger Zellhaufen für die Forschung - eine große ethische Frage für den Bundestag

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »