Ärzte Zeitung, 10.07.2008

FDP will mehr Spielraum für Lebendspenden

BERLIN (eb). Die FDP-Fraktion im Bundestag spricht sich dafür aus, die engen Vorgaben für die Lebendspende im Transplantationsgesetz zu lockern.

Bislang bedarf es für die Lebendspende einer verwandtschaftlichen Beziehung zwischen Spender und Empfänger oder eines besonderen Näheverhältnisses. Unter anderem schlägt die FDP vor, Überkreuzspenden zu erlauben.

Dies würde zwei Paaren die wechselseitige Transplantation ermöglichen, wenn sie etwa aufgrund von Blutgruppen-Unverträglichkeit nicht dem jeweils eigenen Partner eine Niere spenden können. Die Nachrangigkeit der Lebendspende im Vergleich zur postmortalen Spende im Gesetz solle aufgegeben werden. Der Organhandel aber müsse "selbstverständlich strafbewehrt bleiben".

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Metastasen

Immer mehr Männer mit Prostatakrebs in den USA haben schon bei der Diagnose Metastasen. Ihr Anteil hat sich fast verdoppelt. Auch die Inzidenz solcher Tumoren nimmt zu. mehr »

Deutsches Defizit

Diabetes-Prävention, Strategien gegen Polypharmazie, digitale Versorgungsangebote: Neue Initiativen gibt es zuhauf. Doch Patienten müssen davon wissen. Genauo daran hapert es aber. mehr »

"Einfache Ersttherapie ist für fast alle Patienten möglich"

Die antiretrovirale Therapie ist bei neu diagnostizierter HIV-Infektion stets angezeigt, und zwar unabhängig vom Stadium der Infektion oder der Helferzellzahl. mehr »