Ärzte Zeitung online, 10.10.2008

Hohe Hürden für Gentests - Bundesrat begrüßt Gendiagnostikgesetz

BERLIN (dpa). Der Bundesrat hat am Freitag in Berlin das vom Bundeskabinett bereits beschlossene Gendiagnostikgesetz begrüßt. Danach dürfen Arbeitgeber und Versicherungen keine Gentests bei Bewerbern und Kunden verlangen. Heimliche Vaterschaftstests sowie Tests an Embryonen zur Geschlechtsbestimmung sollen verboten werden.

Die Länderkammer forderte allerdings, auch den Datenschutz bei der Verwendung von Gendaten zu Forschungszwecken zu stärken. Regelungen zur Verwendung gendiagnostischer Methoden in der Forschung sind in den Plänen bisher ausgeklammert.

Das im Bundesrat nicht zustimmungspflichtige Gesetz soll voraussichtlich kommende Woche in erster Lesung im Bundestag debattiert werden. Dem Gesetzesvorhaben gingen jahrelange Debatten voraus. Der Schutz vor der Nutzung menschlicher Erbgutinformationen soll ausgeweitet werden. Vor einem Test soll eine ausführliche Beratung nötig sein. 

Lesen Sie dazu auch:
Bundesrat: Gendiagnostik-Gesetz muss Forschung regeln

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Adiopositas-Op nötig, aber Kasse will nicht zahlen

Wenn der Antrag eines Adipositas-Patienten auf eine bariatrische Operation abgelehnt wird, bringt das Ärzte in eine schwierige Situation. Denn oft verschlechtert sich der Zustand des Betroffenen. mehr »

9 wichtige Forderungen, Analysen, Informationen

Fleißige Delegierte: In Freiburg wurde wieder eine große Palette an Themen abgearbeitet. mehr »

Immer mehr Nichtraucher erkranken an Lungenkrebs

In US-Kliniken tauchen immer häufiger Nichtraucher mit Lungenkrebs auf, vor allem Frauen sind betroffen. Das könnte am Passivrauchen liegen. mehr »