Ärzte Zeitung, 22.10.2008

Kommentar

Ovarstimulation nicht ohne Risiken

Von Ingrid Kreutz

Auch bei einfachen Techniken der Reproduktionsmedizin wie der Ovarstimulationsbehandlung ist mit großen Risiken zu rechnen wie einer höhergradigen Mehrlingsschwangerschaft. Wenn zu viele Eizellen während der Hormonbehandlung heranreifen und es dann zum Geschlechtsverkehr kommt, ist die Gefahr für Mehrlinge hoch.

Um so etwas zu verhindern, braucht es sehr viel Fingerspitzengefühl seitens der behandelnden Ärzte. So gilt es, Paare trotz ihres großen Kinderwunsches zu überzeugen, dass es besser ist, mit dem Geschlechtsverkehr noch zu warten, wenn im ersten Zyklus mehr als zwei Follikel heranreifen. Und es gilt plausibel zu machen, wie riskant Mehrlingsschwangerschaften für Mütter und Kinder sind.

Lesen Sie dazu auch:
Mehrlingsgeburten sind riskant und oft vermeidbar

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