Ärzte Zeitung, 23.02.2009

Kusch lässt sein Geschäftsmodell sterben

HAMBURG (dpa). Der frühere Hamburger Justizsenator Roger Kusch will keine Sterbehilfe mehr leisten. Seine Beschwerde gegen das vom Verwaltungsgericht verfügte vorläufige Verbot gewerbsmäßiger Sterbehilfe werde er zurückziehen, kündigte Kusch in einem Interview des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" an.

Seinen Meinungswandel begründete der Jurist mit den Schwierigkeiten, in Deutschland legal die notwendigen Medikamente zu bekommen: "Sie müssen immer mit Tricks und Heimlichkeiten arbeiten, und das finde ich am Lebensende unwürdig", sagte Kusch, gegen den wegen Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz ermittelt wird.

Topics
Schlagworte
Medizinethik (2002)
Organisationen
Spiegel (1042)
Personen
Roger Kusch (44)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

QuaMaDi wird fortgesetzt

Aufatmen im Norden: KV und Kassen haben sich auf den Fortbestand des Brustkrebsfrüherkennungsprogramm QuaMaDi geeinigt. mehr »

Antibiotika gegen Rückenschmerzen

Verursachen Bakterien heftige Bandscheiben-Beschwerden? Für Forschungen zur Behandlung von Rückenschmerzen mit Antibiotika wurde jetzt der Deutschen Schmerzpreis verliehen. mehr »

Ethikrat sucht nach dem goldenen Mittelweg

Wann ist eine medizinische Zwangsbehandlung fürsorglicher Schutz, wann ein unangemessener Eingriff? Diesen Fragen widmet sich aktuell der Deutsche Ethikrat. mehr »