Ärzte Zeitung, 09.03.2009

Medizinrechtler will Ärzte als Suizidhelfer

NEU-ISENBURG (chb). Der Mannheimer Medizinrechtler Professor Jochen Taupitz will Ärzte zu Suizidhelfern machen. Schwerkranke Menschen hätten gute Gründe für einen Suizid, zitiert "Spiegel online" den Juristen: "Ich finde es unmenschlich, einen Patienten dann alleine zu lassen."

Taupitz sitzt seit 2001 im Nationalen Ethikrat und ist zudem Vorstandsmitglied der Zentralen Ethikkommission der Bundesärztekammer. Deren Präsident Professor Jörg-Dietrich Hoppe lehnt den assistierten Suizid dagegen kategorisch ab. Es könne sonst ein Druck auf alte und kranke Menschen entstehen, früher zu sterben. Assistierter Suizid sei deshalb mit dem ärztlichen Ethos nicht vereinbar.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Gefahr im Vekehr oder alles im grünen Bereich?

Patienten, die Cannabispräparate in Dauermedikation haben, dürfen am Straßenverkehr teilnehmen. Eine wissenschaftliche Debatte über ein erhöhtes Verkehrssicherheitsrisiko wurde noch nicht geführt. mehr »

Frau hat keinen Anspruch auf Schmerzensgeld

Hat eine Frau Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn ein Arztfehler zu Impotenz des Mannes führt? Das OLG Hamm verneint – und gibt eine Begründung. mehr »

Tausende Pfleger ergreifen die Flucht

Großbritannien gehen die Pflegekräfte aus: Zu groß ist die Unzufriedenheit mit dem System. Sie zeigt sich zunehmend auch bei Patienten. mehr »