Ärzte Zeitung, 25.08.2016

Bessere Weiterbildungsmöglichkeiten

Brandenburg will ÖGD stärken

POTSDAM. Der Brandenburger Landtag hat kürzlich grünes Licht gegeben für den Antrag "Den Öffentlichen Gesundheitsdienst in Brandenburg stärken". In der Debatte hatte Sozialministern Diana Golze (Linke) betont, dass der ÖGD unter anderem wegen des steigenden Anteils älterer Menschen und wegen des Zuzugs von Flüchtlingen vor "großen Herausforderungen" stehe.

"Dazu brauchen wir eine ausreichende Zahl an Fachkräften. Gerade für die Kommunen wird es immer schwieriger, freie Stellen in den Gesundheitsämtern zu besetzen. Deswegen ist es wichtig, die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Beschäftigte im ÖGD weiter zu verbessern", sagte Golze.

Hilfe erhofft sich der Landtag durch den Beitritt zur Akademie für öffentliches Gesundheitswesen in Düsseldorf . Sie ist eine Bildungseinrichtung der Trägerländer Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. Das Land Berlin wird 2017 beitreten.

Golze wies darauf hin, dass nach dem Beitritt eine Außenstelle der Akademie in Brandenburg eingerichtet werden könnte, in der dann für die Gesundheitsämter gebührenfreie Fort- und Weiterbildungen angeboten werden.

Eine ortsnahe Weiterbildung zum Facharzt für Öffentliches Gesundheitswesen könnte zudem "einen zusätzlichen Anreiz für die Nachwuchsgewinnung von ärztlichem Personal schaffen. Das Gesundheitsministerium wird deswegen einen möglichen Beitritt zügig prüfen", sagte die Ministerin. (juk)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Neuroprothese lässt Gelähmten wieder zugreifen

Eine Neuroprothese ermöglicht einem Tetraplegiker, mit einer Gabel zu essen. Sein Hirn wird dabei per Kabel mit Muskeln in Arm, Hand und Schulter verbunden. mehr »

Mord und Totschlag in deutschen Kliniken?

Eine umstrittene Studie zu lebensbeendenden Maßnahmen in Kliniken und Pflegeheimen erhitzt die Gemüter. mehr »

Psychotherapie-Richtlinie steht vor holprigem Start

16:10 Der Start der neuen Psychotherapie-Richtlinie am 1. April löst bei den Beteiligten keine Begeisterung aus. Die Kritik überwiegt. Lesen Sie die aktuellen EBM-Ziffern. mehr »