Ärzte Zeitung, 10.11.2008

Auszeichnung für großes Engagement bei Organspenden

Fünf norddeutsche Krankenhäuser geehrt

BREMEN (cben). Fünf Norddeutsche Krankenhäuser sind in Bremen von der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) für ihr Engagement bei der Organspende ausgezeichnet worden.

Bremens Gesundheitssenatorin Ingelore Rosenkötter (SPD) verlieh die Auszeichnungen im Auftrag der DSO an das Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen, die Hamburger Asklepios Klinik Wandsbek, das Städtische Klinikum Braunschweig und die Evangelisch-lutherische Diakonissenanstalt zu Flensburg aus. Das Evangelische Krankenhaus Oldenburg bekam eine Sonderauszeichnung für nachhaltiges Engagement.

"In den letzten Jahren ist es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ausgezeichneten Krankenhäuser besonders gelungen, die öffentliche Meinung zur Organspende positiv zu beeinflussen. Dafür sind auch das nachhaltige Engagement für Fortbildung und Qualitätsverbesserung sowie eine exzellente Angehörigenbetreuung verantwortlich", erklärte die Senatorin.

Deutsche Stiftung Organtransplantation würdigt Arbeit.

Kriterien für die Auszeichnung der Krankenhäuser sind die Benennung eines Transplantationsbeauftragten, gezielte Fortbildungen sowie krankenhausinterne Regelungen zur Umsetzung von Organspenden. Der Fachbeirat ist ein beratendes Gremium mit Vertretern aus den Krankenhäusern oder Krankenhausgesellschaften, Transplantationszentren, Ärztekammern, Krankenkassen und Länderregierungen.

Die Zahl der Organspenden allerdings spielt bei der Auswahl der Preisträger keine Rolle. "Dann hätten wir wohl keine Auszeichnung zu erwarten", sagt Dr. Martin Langenbeck, Transplantationsbeauftragter am Bremer Rotes Kreuz Krankenhaus. Im RKK wird die Möglichkeit einer Transplantation etwa viermal im Jahr geprüft, bei zwei bis drei Patienten kommt es zur Organspende, hieß es. In ganz Bremen wurden im Jahr 2007 21 Organe gespendet. Niedersachsen verzeichnete 116 Transplantationen, Hamburg 38 und deutschlandweit gab es 1313 Spenden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »