Ärzte Zeitung online, 25.03.2009

Organspender können in Singapur künftig bezahlt werden

Singapur (dpa). In Singapur dürfen Organspender in Zukunft bezahlt werden. Gesundheitsminister Khaw Boon Wan will in den kommenden Monaten Richtlinien für die Höhe einer angemessenen Kompensation veröffentlichen, berichtete die "Straits Times" am Mittwoch.

Der Entscheidung war eine hitzige Parlamentsdebatte vorausgegangen. "Damit könnte eine Hintertür für den Organhandel eröffnet werden", meinte die Abgeordnete Sylvia Lim. Nach dem Gesetz können Organspender Ausgaben für Anreise, Aufenthalt, Haushaltshilfe, Kinderbetreuung, Einnahmeausfälle und künftige Behandlungskosten in Rechnung stellen. Einer der 84 Abgeordneten im Parlament stimmte gegen das Gesetz, vier weitere enthielten sich. 82 Abgeordnete gehören der seit der Unabhängigkeit regierenden PAP an.

Im vergangenen Jahr waren in Singapur zwei Organspender aus Indonesien zu Haftstrafen verurteilt worden. Einer hatte bereits eine Niere verkauft, der andere wurde unmittelbar vor der Operation festgenommen. Die Männer hatten behauptet, sie seien mit den Patienten verwandt und bekämen kein Geld.

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