Ärzte Zeitung, 21.09.2010

Aktion im Norden - "Organspende macht Schule"

KIEL (di). Ein gemeinsames Projekt der Techniker Krankenkasse (TK) und des Gesundheitsministeriums Schleswig-Holstein klärt Schüler über Organspenden auf. Ziel ist es, die Jugendlichen für das Thema zu sensibilisieren.

"Niemand muss sich für Organspende entscheiden. Aber jeder sollte sich damit beschäftigen. Wer seine Entscheidung in einem Ausweis dokumentiert, kann Leben retten", sagte Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg beim Start des Projekts "Organspende macht Schule"

Zusammen mit TK-Landeschef Dr. Johann Brunkhorst startete er in Kiel die gemeinsame Kampagne "Von Mensch zu Mensch", ein Informationsangebot für Schüler über Organspenden. Im Mittelpunkt steht ein Unterrichtsfilm, den die TK speziell für Jugendliche ab der neunten Jahrgangsstufe entwickelt hat. Die Zielgruppe wird angesprochen, weil sich laut einer Umfrage im Auftrag der TK nur jeder zehnte Jugendliche bisher mit dem Thema Organspende befasst hat - obwohl 90 Prozent in dieser Altersgruppe der Organspende positiv gegenüberstehen.

Im Film kommen Transplantationsmediziner ebenso zu Wort wie transplantierte Patienten und Schüler. Geklärt werden darin etwa Fragen zur Feststellung des Hirntods oder: Wann kommt eine Lebendspende in Frage?

Topics
Schlagworte
Organspende (865)
Organisationen
TK (2282)
Krankheiten
Transplantation (2175)
Personen
Heiner Garg (112)
Johann Brunkhorst (44)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Gefahr im Vekehr oder alles im grünen Bereich?

Patienten, die Cannabispräparate in Dauermedikation haben, dürfen am Straßenverkehr teilnehmen. Eine wissenschaftliche Debatte über ein erhöhtes Verkehrssicherheitsrisiko wurde noch nicht geführt. mehr »

Frau hat keinen Anspruch auf Schmerzensgeld

Hat eine Frau Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn ein Arztfehler zu Impotenz des Mannes führt? Das OLG Hamm verneint – und gibt eine Begründung. mehr »

Tausende Pfleger ergreifen die Flucht

Großbritannien gehen die Pflegekräfte aus: Zu groß ist die Unzufriedenheit mit dem System. Sie zeigt sich zunehmend auch bei Patienten. mehr »