Ärzte Zeitung, 27.03.2011

Söder spricht sich für Widerspruchslösung aus

MÜNCHEN (sto). Bayerns Gesundheitsminister Markus Söder (CSU) will mit einer Bundesratsinitiative durchsetzen, dass bei der Organspende künftig die "Widerspruchslösung" gilt. Damit würde jeder, der nicht ausdrücklich eine Organentnahme abgelehnt hat, zum Spender.

Söders Plan geht nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" aus einem Positionspapier des Ministeriums hervor. Demnach soll die Organspende künftig zum Normalfall werden.

"Wir treten seit Jahren auf der Stelle", sagte Söder. In einem gesetzlich geregelten Verfahren solle künftig jeder Bürger verpflichtet werden, sich über seine Spendenbereitschaft zu erklären.

Mitte Februar hatte sich der Kleine Parteitag der CSU für eine "erweiterte Widerspruchsregelung" ausgesprochen.

Topics
Schlagworte
Organspende (854)
Krankheiten
Transplantation (2148)
Personen
Markus Söder (263)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »