Ärzte Zeitung, 08.11.2011

Wer bereit ist Organe zu spenden, soll profitieren

KÖLN (iss). Um die Organspendebereitschaft zu erhöhen, ist mehr nötig als die Verankerung der Entscheidungslösung. Davon geht die Deutsche Gesellschaft für Gesundheitsökonomie aus.

In einer Stellungnahme plädiert sie für zwei Ergänzungen, um ein höheres Aufkommen an Organspenden zu erreichen.

Das ist zum einen die Installation eines bundesweiten Registers, in dem die Positionierung zum Thema festgehalten wird.

Zum anderen sollten nach Einschätzung der Ökonomen Menschen, die zur Spende bereit sind, auf der Warteliste für ein Organ einen Bonus erhalten.

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Organspende (856)
[08.11.2011, 19:49:54]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
"Informationelle Selbstbestimmung"?
Motivationslösung, Informationslösung, Entscheidungslösung, Erklärungslösung, Zustimmungslösung, erweiterte Zustimmungslösung, Kompromisslösung? Zum Glück ist die Widerspruchslösung an Unlogik und verfassungsrechtlichen Bedenken gescheitert.

Aber Vorsicht mit vorschnellen Schlüssen: Organspende-Positionsregister und Reziprozitätsdenken ("Wie Du mir, so ich Dir") der Deutschen Gesellschaft für Gesundheitsökonomie sind nicht unbedingt konsensfähig.

Es gibt da noch die "informationelle Selbstbestimmung" und die Legitimität von Fehler, Irrtum und Andersdenken.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund zum Beitrag »

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