Ärzte Zeitung, 14.01.2013

Organspender

Bahr hofft auf steigende Zahlen

BERLIN. Angesichts der rückläufigen Spendenbereitschaft hat Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) die Deutschen zu mehr Organspenden aufgerufen.

"Drei Menschen auf der Warteliste sterben jeden Tag. Wenn mehr mitmachen, müssen weniger sterben", sagte Bahr der "Passauer Neuen Presse".

Er verwies darauf, dass 12.000 Menschen derzeit dringend auf ein Spenderorgan warten. "Ich kann immer noch guten Gewissens jedem empfehlen, einen Organspendeausweis auszufüllen."

Der Skandal um Manipulationen bei Organtransplantationen hatte die Spendenbereitschaft in Deutschland auf den niedrigsten Stand seit 2002 sinken lassen.

Nach Angaben der Deutsche Stiftung Organtransplantation spendeten im vergangenen Jahr 1046 Menschen nach ihrem Tod Organe, 12,8 Prozent weniger als im Jahr zuvor. (dpa)

|
Topics
Schlagworte
Organspende (810)
Organisationen
DSO (329)
Krankheiten
Transplantation (2035)
Personen
Daniel Bahr (1056)
[14.01.2013, 10:26:31]
Thomas Fuchs 
Mit gutem Beispiel ...
... vorangehen wäre hilfreicher, als politiktypisch Wasser predigen und Wein trinken. Soll Herr Bahr doch als Erster unter anderen Prominenten sein Gesicht für eine Spendenkampagne hergeben, auf der er sagt "Ich bin bereit zu spenden!" und seinen Ausweis ins Bild hält.
Ich selbst habe seit über 20 Jahren eine Spenderausweis und mache in meinem Bekanntenkreis Werbung dafür. Von der Hoffnung des Gesundheitsministers wurde noch niemand überzeugt. Aber vielleicht ist das auch zuviel verlangt von dem Mitglied einer Partei wie die FDP, in der Nehmen 'scheinbahr' (sic) seliger ist als Geben.

 zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Top-Meldungen

Darum bringt eine Zuckersteuer nichts!

Dass Steuern auf ungesunde Lebensmittel keine abschreckende Wirkung haben, zeigt sich beim Alkohol. Die Prävention muss an einer ganz anderen Stelle ansetzen. mehr »

Terminvergabe läuft gut an

Erstes Fazit nach 100 Tagen: Die Terminservicestellen der KVen funktionieren. Aber werden sie auch wirklich gebraucht? mehr »

Antidepressivum wird mit Blutverdünner verwechselt

Ärzte in den USA verwechseln offenbar häufiger einen Blutverdünner mit einem Antidepressivum. Eine Namensänderung soll dies künftig verhindern. mehr »