Ärzte Zeitung online, 19.08.2008

Kassen-Spitzenverband beschließt Richtlinien für Pflege-Helfer

BERLIN (dpa). Der Spitzenverband der Pflegekassen hat die Richtlinien für den Einsatz von zusätzlichen Helfern in Pflegeheimen beschlossen. Dies teilte der Verband am Dienstag in Berlin mit. Geplant ist, bis zu 10 000 zusätzliche Betreuer auf Kosten der Pflegekassen einzustellen.

Dafür sollen nach dem Willen der Bundesregierung auch geeignete Langzeitarbeitslose zum Einsatz kommen. Für die Helfer ist nach den Richtlinien eine Schulung von 160 Stunden vorgesehen.

Festgelegt wurde dafür eine dreistufige Qualifizierung: Ein Basiskurs von 100 Stunden über Grundkenntnisse der Betreuungsarbeit, ein zweiwöchiges Betreuungspraktikum und ein Aufbaukurs von 60 Stunden zum "Vertiefen der Kenntnisse". Vorgesehen ist auch eine mindestens zweitägige Fortbildung pro Jahr.

Die Helfer sollen Heimbewohner mit Demenz "betreuen und aktivieren". Dafür müssen sie zahlreiche persönliche Voraussetzungen erfüllen - wie "soziale Kompetenz und kommunikative Fähigkeiten". Der genau festgelegte Aufgabenkatalog der Helfer reicht von "malen und basteln" bis "Fotoalben anschauen". Die Richtlinien müssen noch vom Bundesgesundheitsministerium genehmigt werden.

Zuvor war dikutiert worden:
Auch Langzeitarbeitslose ins Pflegeheim? Schmidt-Pläne stoßen auf Skepsis

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