Ärzte Zeitung, 30.01.2009

Blaupause für Pflegereform

Neuer Pflegebegriff berücksichtigt Demenzkranke

BERLIN (hom). Die bislang geltenden drei Pflegestufen der Pflegeversicherung sollen künftig durch fünf Bedarfsgrade ersetzt werden. Das sieht das Gutachten des Beirats zur Überprüfung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs vor, das gestern an Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) überreicht wurde.

"Das neue Konzept fragt: Wie stark ist die selbstständige Lebensführung? Das kommt vor allem altersverwirrten Menschen zugute", sagte Schmidt. Bis Ostern will der 32-köpfige Expertenbeirat eine weitere Expertise vorlegen, in der unter anderem die Kosten eines erweiterten Pflegebegriffs berechnet werden.

"Wir müssen die Finanzierungsfrage unbedingt im Auge behalten", betonte Schmidt. Die Gesellschaft müsse "offen" darüber diskutieren, was ihr eine menschenwürdige Pflege wert sei.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar:
Mehr Pflege kostet auch mehr Geld

Lesen Sie dazu auch:
In der Pflege geht es künftig nach fünf "Bedarfsgraden"

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Neuroprothese lässt Gelähmten wieder zugreifen

Eine Neuroprothese ermöglicht einem Tetraplegiker, mit einer Gabel zu essen. Sein Hirn wird dabei per Kabel mit Muskeln in Arm, Hand und Schulter verbunden. mehr »

Mord und Totschlag in deutschen Kliniken?

Eine umstrittene Studie zu lebensbeendenden Maßnahmen in Kliniken und Pflegeheimen erhitzt die Gemüter. mehr »

Bruch mit dem deutschen Verordnungssystem?

Eine Gesetzesänderung ermöglicht Ärzten seit kurzem, Cannabis zulasten der Kassen zu verschreiben. Der Patient bezieht Cannabis aus der Apotheke. Das neue Rechtskonstrukt sehen viele aber als "Systembruch". mehr »