Ärzte Zeitung online, 16.02.2009

Verbraucherministerin Aigner will Pflegeheime bewerten

BERLIN (dpa). Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) will die Alten- und Pflegeheime in Deutschland genauer unter die Lupe nehmen. "Es soll eine unabhängige bundesweite Datenbank geschaffen werden, in der alle Heime bewertet werden", sagte eine Ministeriumssprecherin am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

"Dabei sollen unter anderem auch die Lebensqualität und die Verbraucherfreundlichkeit gemessen werden." Geplant ist, dass unabhängige Gutachter bei dem freiwilligen Projekt die Heime ansehen. Getestet werden zum Beispiel die Größe der Wohnungen, persönliche Rückzugsmöglichkeiten und das Essen.

Ziel ist ein Heimverzeichnis im Internet. Der Start des Projekts der Bundesinteressenvertretung der Nutzer von Wohn- und Betreuungsangeboten im Alter und bei Behinderung (BIVA) ist für diesen Dienstag geplant. Das Ministerium fördert das Vorhaben. Den Anfang machen nach BIVA-Angaben Pflegeheime in Schleswig-Holstein. Einen Testlauf gab es bereits für rund 100 Einrichtungen in Berlin, Brandenburg und Niedersachsen. Zur Pflegequalität sind in der Datenbank keine eigenen Erhebungen vorgesehen. Diese plant dagegen der Medizinische Dienst der Krankenkassen. Darin sollen Pflegeheime Schulnoten bekommen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

Die neue Statistik der Bundesärztekammer liegt vor. Sie zeigt, wo die meisten Behandlungsfehler passierten und wie die Schlichterstelle meistens entschied. mehr »

Abstimmung über Trumps Gesundheitsreform verschoben

Die Republikaner haben nicht genügend Stimmen für die Abschaffung von "Obamacare" zusammen, verschieben die Abstimmung im Kongress. Trump muss warten - das kann ihm nicht schmecken. Aber das Weiße Haus macht Druck. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »