Ärzte Zeitung online, 12.03.2009

Deutlich mehr Anträge auf Pflegeleistungen

ESSEN (dpa). Immer mehr Menschen stellen einen Antrag auf Leistungen aus der Pflegeversicherung. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Begutachtungen um 15 Prozent auf 1,42 Millionen, wie der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) am Donnerstag in Essen mitteilte.

Ein Grund sei, dass Demenzkranke und Menschen mit altersbedingten psychischen Erkrankungen seit Juli 2008 Leistungen auch dann erhalten, wenn sie die Voraussetzungen für die erste Pflegestufe nicht erfüllen.

Nach Angaben des MDS hat ein Drittel aller zu Hause gepflegten Menschen einen Anspruch auf diese zusätzlichen Leistungen. Mit der Reform sollen pflegende Angehörige entlastet werden. Sie können Betreuungsangebote für Demenzkranke nutzen und mit der Pflegekasse abrechnen.

Pflegeheime erhalten für jeweils 25 Demenzkranke eine zusätzliche Assistenzkraft. Der einheitliche Beitragssatz zur Pflegeversicherung beträgt 1,95 Prozent vom Bruttogehalt, kinderlose Personen zahlen einen Zuschlag von 0,25 Prozent.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Bundestag macht den Weg frei für Cannabis auf Rezept

13:12Ärzte können Hanf als verschreibungspflichtiges Medikament verordnen. Nach jahrelanger Debatte hat das Parlament heute den Umgang mit Cannabis als Medizin völlig neu geregelt. Krankenkassen müssen die Kosten im Regelfall erstatten. mehr »

Kein Schmerzensgeld für die künstliche Ernährung des Vaters

Das Münchener Landgericht hat die Klage gegen einen Hausarzt, der einen Patienten vermeintlich unnötig lange künstlich ernähren ließ, abgewiesen. Gleichwohl attestierte es einen Behandlungsfehler. mehr »

Droht Briten eine zweite Creutzfeldt-Jakob-Welle?

In Großbritannien ist ein Mann an einer ungewöhnlichen Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung gestorben. Dies nährt Befürchtungen, wonach mehr als 20 Jahre nach der BSE-Krise eine zweite Erkrankungswelle ansteht. mehr »