Freitag, 25. Mai 2012
Ärzte Zeitung, 31.08.2009

Regierung stärkt Rolle der Pflegeberufe in der Versorgung

Regierung stärkt Rolle der Pflegeberufe in der Versorgung

BERLIN (ble). Als Gewinner der vier Jahre unter Schwarz-Rot können sich die Beschäftigten der nichtärztlichen Gesundheitsberufe fühlen. So machte die Bundesregierung ernst mit ihrem Vorhaben, die Rolle von Pflegenden in der ambulanten Versorgung zu stärken und verhalf etwa dem Modell der Gemeindeschwester Agnes zum Durchbruch.

Ferner sieht die Pflegereform aus dem Jahr 2008 Modellvorhaben vor, in denen Pflegende bei entsprechender Qualifikation Verbands- und Pflegehilfsmittel verordnen und heilkundlich tätig werden können. Der Weg zu einer stärkeren Delegation ärztlicher Leistungen ist also vorgegeben. Wermutstropfen aus Sicht des Deutschen Pflegerates: In einer seiner letzten Entscheidungen beschloss der Bundestag, dass künftig als Zugangsvoraussetzung für die Pflegeausbildung schon der Hauptschulabschluss ausreicht.

Erfolgreich verliefen die vergangenen vier Jahre auch für die Ärzte an Deutschlands Kliniken. Angeführt von der Klinikärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) konnten sie nach langen Arbeitskämpfen höhere Gehälter erkämpfen. Dem MB gelang es, sich trotz anfänglichen Widerstands der Arbeitgeber fast überall als Tarifpartner zu etablieren.

Lesen Sie dazu auch:
Die schwarz-rote Gesundheitsreform hält alle Wege offen
Eine nachhaltige Finanzierung der GKV steht weiter aus
BÄK-Chef Hoppe warnt vor dramatischem Ärztemangel

| Share

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

"Ärzte Zeitung" und AOK suchen einen Landarzt

"Landarzt gesucht" - unter diesem Motto suchen die "Ärzte Zeitung" und der AOK-Bundes­verband für die Gemeinde Woldegk in Mecklenburg einen neuen Hausarzt. Im Interview sprechen der AOK-Chef und der Chef von Springer Medizin über die Hintergründe. mehr »

Ärzte, vernetzt Euch!

Vom Deutschen Ärztetag soll ein Aufruf ausgehen für mehr vernetztes Arbeiten von Ärzten. Doch die Botschaft stieß nicht auf einhellige Begeisterung. Denn Kooperationen bergen auch das Risiko neuer Abhängigkeiten für Ärzte, warnten Delegierte. mehr »

Ein Jahr nach EHEC: "Viele Ärzte haben gar nicht gemeldet"

Viel wurden die Behörden während der EHEC-Epidemie gescholten. Doch auch an der Basis, bei den Ärzten, lief nicht alles rund. Im Interview zieht der Chef-Epidemiologe vom Robert Koch-Institut, Professor Gérard Krause, Lehren und spricht über selbst ernannte Experten. mehr »