Ärzte Zeitung, 31.08.2009

Kommentar

Ermutigende Erfahrungen

Von Dirk Schnack

Das Gesundheitswesen steht vor der Herausforderung, die Versorgung von immer mehr älteren Menschen zu schultern. Ein Modellprojekt, das auch in Mecklenburg-Vorpommern erprobt wird, zeigt eine Lösung: Geriater koordinieren Schulungsmaßnahmen zusammen mit Pflegekräften und Therapeuten, um älteren Menschen Klinikeinweisungen zu ersparen und ihren Gesundheitszustand so zu verbessern, dass sie zu Hause bleiben können.

Die bisherigen Erfahrungen sind ermutigend und sprechen für eine Ausweitung. Um das Land flächendeckend zu versorgen, müssten solche Teams an rund 20 Standorten entstehen - doch dafür reicht die bestehende Zahl an niedergelassenen Geriatern nicht aus. Von den Beteiligten vor Ort sind nun Lösungen gefordert. Erstens müssen interessierte Nachwuchsärzte kurz vor Abschluss der Weiterbildung für diese Modelle gewonnen werden. Zweitens sollte geprüft werden, wie Praxisinhaber die Weiterbildung zum Geriater begleitend zum Praxisbetrieb realisieren können.

Lesen Sie dazu auch:
Geriatrische Komplexbehandlung setzt sich durch

Topics
Schlagworte
Pflege (4593)
Personen
Dirk Schnack (1293)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zeit für aggressive Maßnahmen

Viel Geschwätz, wenig Taten: Zeit für aggressive Weichenstellungen in der Diabetes-Prävention, meinen Fachleute. Sie fordern die Lebensmittel-Ampel und Steuern auf ungesunde Produkte. mehr »

Beim Thema Luftschadstoffe scheiden sich die Geister

Gesundheitliche Gefahren von Luftverschmutzung sehen Pneumologen vorrangig als ihr Thema an. Doch die Meinung der Fachärzte darüber ist nicht einhellig. Das zeigt sich auch im Vorfeld ihrer Fachtagung. mehr »

Patienten vertrauen auf Online-Bewertungen

In welche Praxis soll ich gehen? Ihre Entscheidung fällen Patienten zunehmend anhand von Online-Bewertungen – eine Chance für Ärzte, so eine neue Studie. mehr »