Ärzte Zeitung online, 15.09.2009

Bundesarbeitsminister Scholz: Mindestlohn in der Pflege noch 2009

BERLIN (dpa). Die rund 600 000 Beschäftigten in der Pflegebranche werden nach Ansicht von Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) noch in diesem Jahr einen Mindestlohn erhalten. Er rechne damit, dass die zuständige Kommission das Verfahren zur Festsetzung eines Pflege-Mindestlohns 2009 abschließen werde.

"Es kann nicht sein, dass sich immer weniger junge Menschen für eine Tätigkeit in dieser Zukunftsbranche interessieren, weil die Löhne so gering sind", sagte der Politiker der "Berliner Zeitung" (Dienstagsausgabe). Die Mitglieder habe er bereits berufen.

Es gibt in der Pflege derzeit keinen bundesweiten Tarifvertrag, der Voraussetzung für eine verbindliche Lohnuntergrenze ist. Das liegt daran, dass die Kirchen, die in der Altenpflege die größten Arbeitgeber sind, keine Tarifverträge abschließen. Die große Koalition hat daher die Einsetzung einer achtköpfigen Kommission beschlossen, die über die Untergrenzen verhandeln soll.

Dem Gremium gehören je zwei Vertreter der Gewerkschaft, der nichtkirchlichen Pflegeanbieter sowie der kirchlichen Anbieter an. Sechs Kommissionsmitglieder müssen dem Vorschlag für einen Mindestlohn zustimmen. Auf Basis dieser Empfehlung kann das Arbeitsministerium dann einen Mindestlohn erlassen. Dieser würde für die gesamte Branche gelten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Künstliche Herzklappe raubt oft den Schlaf

Fast ein Viertel aller Patienten mit einer mechanischen Herzklappe klagt über Schlafstörungen. Die Ursache hat eine einfache Erklärung. mehr »

Das sind die Wünsche an die neue Weiterbildung

Am Freitag steht die Musterweiterbildungsordnung auf der Agenda des Deutschen Ärztetags. Wir haben dazu drei junge Ärzte und den BÄK-Beauftragen Bartmann befragt. mehr »

"Sportlich, unrealistisch, überkommen"

Am Donnerstagnachmittag debattiert der Deutsche Ärztetag über die GOÄ-Novellierung. Unsere Video-Reporter haben sich vorab dazu umgehört. mehr »