Ärzte Zeitung, 13.10.2009

Berlin geht in der Pflege-Ausbildung weiter eigenen Weg

BERLIN (ami). In Berlin sollen weiter neue Ausbildungskonzepte in der Pflege erprobt werden. Das hat das Berliner Abgeordnetenhaus beschlossen.

Die Frist für Modellausbildungsgänge in der Bundeshauptstadt ist damit um drei Jahre verlängert worden. So ist unter anderem die Fortsetzung des seit 2004 angebotenen Modellstudiengangs "Gesundheits- und Krankenpflegerin" an der Evangelischen Fachhochschule Berlin möglich. Der Studiengang führt einen akademischen Bachelor-Abschluss für Pflegeberufe ein. Die ersten Absolventinnen haben die Hochschule im vergangenen Jahr verlassen. Das Curriculum wurde inzwischen verändert und die Zusammenarbeit mit den Krankenpflegeschulen der kooperierenden Krankenhäuser verstärkt.

"Damit geht Berlin konsequent auf dem Weg weiter, die Ausbildung in den Gesundheitsberufen so zu gestalten, dass sie den Anforderungen des 21. Jahrhundert gerecht wird", so die Berliner Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher (Die Linke). Sie forderte, dass die Bundesregierung die Erfahrungen der Berliner Modellprojekte aufgreifen und auf Bundesebene die erforderlichen Weichenstellungen für neue Wege in der Pflegeausbildung vornehmen solle. Zuletzt wurden dort die Weichen allerdings in die andere Richtung gestellt. Als Zugang zu Pflegeberufen soll einem Gesetzesbeschluss der großen Koalition vom Frühsommer zufolge ein Hauptschulabschluss ausreichen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Kompromiss im Tauschhandel?

18:31 Kaum verkündet, war der Kompromiss zur Pflegeausbildung auch schon wieder vom Tisch. Doch jetzt soll der Koalitionsausschuss eine Einigung bringen. Offenbar bahnt sich ein Handel zwischen CDU und SPD an. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »