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Ärzte Zeitung, 27.10.2009

Pflegekräfte hoffen auf mehr "Netto vom Brutto"

"Koalitionen sind Kompromisse -und so wurden viele gesundheits- und pflegerelevante Fragen im Koalitionsvertrag komprimiert oder ausgeblendet." Mit diesen Worten kommentierte der Geschäftsführer des Deutschen Pflegeverbands (DPV), Rolf Höfert, den Koalitionsvertrag von CDU, CSU und FDP aus Sicht der Pflege.

Wenn der Fokus jetzt finanzpolitisch auf mehr "Netto vom Brutto" liege, "so ist dieses Postulat dringend auch für die Leistungserbringer in der Pflege zu fordern", betonte der Pflegefachmann. Die Arbeit der 1,2 Millionen professionell Pflegenden müsse sich wieder lohnen. "Sonst geht uns der Nachwuchs flöten." Dass die Regierung die Pflegeversicherung weiterentwickeln und an den Bedürfnissen der Pflegebedürftigen orientieren wolle, sei zu begrüßen.

Andere Anliegen der Pflegeverbände hätten dagegen keinen Niederschlag im Vertrag gefunden. Dazu zählten die Verordnungsfähigkeit von Prophylaxen und aktivierender Pflege durch Pflegende oder die Fortschreibung eines Förderprogramms zur Personalbesetzung in Kliniken. (hom)

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