Ärzte Zeitung, 06.11.2009

Mehr Infos über Hausnotruf für Ärzte gefordert

KÖLN (acg). Ärzte, Pflegepersonal und Angehörige sollen mehr Informationen über den Hausnotruf erhalten. Das forderten rund 70 Experten ambulanter und pflegerischer Dienste sowie von Beratungsstellen und kommunalen Seniorenvertretungen bei einer Fachtagung der Landesstelle Pflegende Angehörige.

"Ein unabhängiges und selbstbestimmtes Leben und die mit dem Hausnotruf in Verbindung stehende Sicherheit in den eigenen vier Wänden sind wichtiger denn je", sagte Karl-Josef Laumann (CDU), Sozialminister des Landes Nordrhein-Westfalen. Aus einer besseren Verknüpfung zwischen dem Hausnotruf und anderen Serviceleistungen würden sich viele andere Möglichkeiten ergeben. So könnte etwa die Wohnungswirtschaft davon profitieren, wenn auch ältere Mieter länger in ihrer Wohnung bleiben könnten, sagte Laumann.

"Bisher kennen viel zu wenig ältere und chronisch kranke Menschen die Vorzüge des Hausnotrufs, durch den Selbstständigkeit und Sicherheit in der eigenen Wohnung erreicht werden kann", so die einstimmige Meinung der Fachleute.

Das Hausnotrufgerät können Patienten um den Hals oder am Arm tragen und im Notfall direkt den Rettungsdienst rufen. Auch die Angehörigen profitieren von dem Notrufsystem. So betonte Silke Niewohner, Leiterin der Landesstelle für Pflegende Angehörige in Münster, beispielsweise den wenig beachteten Stellenwert des Dienstes für Menschen, die ihre Berufstätigkeit mit der häuslichen Pflege eines Angehörigen vereinbaren müssen.

Topics
Schlagworte
Pflege (4712)
Personen
Karl-Josef Laumann (418)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »